Strategiepapier für den Katastrophenschutz vorgelegt

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Was muss im Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen dringend angepackt werden? Ein Strategiepapier gibt Aufschluss. (Foto: BS/fancycrave1, pixabay.com)

Welche dringenden Aufgaben liegen vor dem Katastrophenschutz? Wo ist eine Weiterentwicklung der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr notwendig? Diese Fragen versucht das Strategiepapier “Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen” zu beantworten. Das Papier vom Verband der Feuerwehren in NRW (VdF NRW), die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in NRW (AGBF NRW) und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter hauptamtlicher Feuerwachen in NRW (AGHF NRW) zeigt altbekannte als auch akute durch die Hochwasserkatastrophe sichtbar gewordene Handlungsbedarfe.

Dieses “Aufgabenheft”, wie der VdF NRW es nennt, richtet sich an die Entscheidungsträgerinnen und -träger aller Ebenen. Es dient als erster Aufschlag für Beratungen zur Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes in Nordrhein-Westfalen. “Die aufgezeigten Aufgaben sind dermaßen klar sichtbar, dass nunmehr eine zeitnahe Abarbeitung teils altbekannter, teils neu erkannter Handlungsbedarfe geboten ist. Die diesjährige Katastrophenlage hat uns vor Augen geführt, dass dringende Vorschläge nicht auf die lange Bank geschoben werden können”, betont Bernd Schneider, stellvertretender Vorsitzender des VdF NRW.

Der Handlungsbedarf, den die beteiligten Organisationen sehen, ist umfangreich. Die Autoren schlagen u. a. eine Einführung von wiederkehrenden Katastrophenschutzbedarfsplanungen auf Landes- und Kreisebene sowie in den kreisfreien Städten vor. Diese Planungen sollen als zentrales Steuerungselement für einen zukunftsfähigen Katastrophenschutz dienen. Für eine Bündelung der Zuständigkeiten und Kompetenzen des Landes im Katastrophenschutz soll eine “Kompetenz-Zentrale Katastrophenschutz” im Innenministerium oder in dessen Geschäftsbereich geschaffen werden. Durch diese Zentrale erhoffen sich die Autoren eine bessere Koordination bei gebietsübergreifenden Schadenslagen, eine bessere Lagebeurteilung sowie eine Bündelung von Informationen von Landes-, Bundes- und der Europäischen Ebene. Eine solche Zentrale soll zudem die vom Land vorgehaltenen technischen Ressourcen des Katastrophenschutzes koordinieren.

Das Strategiepapier findet sich hier.

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