Aufsichtsstruktur vereinheitlichen

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Geldwäsche ist ein erhebliches Problem in Deutschland, vor allem im Nicht-Finanzsektor. Hier sollte es Veränderungen geben, heißt es vom Bundesverband der Geldwäschebeauftragten (BVGB). (Foto: BS/uschi dreiucker, www.pixelio.de)

Insbesondere im Nicht-Finanzsektor, also u.a. mit Blick auf Juweliere sowie Auto- und Mineralölhändler, ist die Aufsichtsstruktur zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sehr zersplittert. Das sollte sich dringend ändern, fordert der Bundesverband der Geldwäschebeauftragten (BVGB).

Denn in diesem Bereich sind bislang sehr viele unterschiedliche Akteure zuständig. Das erschwert ein kohärentes Vorgehen. Aus diesem Grunde plädiert der BVGB für eine Zentralisierung der Aufsicht über den Nicht-Finanzsektor auf Bundesebene, auch um von Bürokratie zu entlasten. Im Finanzsektor ist dies bereits der Fall. Hier ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zentral verantwortlich.

Darüber hinaus spricht sich der Verband für die Einführung einer Bargeldobergrenze sowie die Harmonisierung von Regeln im Finanz- und Nicht-Finanzsektor in Deutschland aus. Zudem sollten spezialisierte Compliance-Dienstleister zur Sicherung der Geldwäscheprävention in Unternehmen eingesetzt werden dürfen. Dadurch würde die Qualität der abgegebenen Verdachtsmeldungen erheblich erhöht und die Strafverfolgung effektiv verbessert werden. Des Weiteren könnten damit die Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz entlastet werden.”

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