BSI und Bundeskartellamt legen Bericht zu Messenger-Diensten vor

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Erst die Wählscheibe auf dem Telefon, dann die SMS und mittlerweile die Kommunikationsplattformen Telegram, Signal und WhatsApp: Private Kommunikation hat sich in den letzten Jahren immer stärker weiterentwickelt. Dabei soll die Kommunikation vor allem vertraulich behandelt werden. Im neuen Zwischenbericht des BSI und des Bundeskartellamtes werden vor allem die technischen Aspekte der modernen Kommunikationsplattformen beleuchtet. (Foto: BS/Stefan Kuhn, pixabay.com)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundeskartellamt (BKartA) haben ein gemeinsames Paper zum Thema “Moderne Messenger – heute verschlüsselt, morgen interoperabel” veröffentlicht. Der Bericht behandelt die Frage, wie Messenger- und Video-Dienste grundsätzlich funktionieren. Des Weiteren werden auch technische Grundlagen neben der Sektoruntersuchung zu den einzelnen Diensten erläutert.

Bereits im Januar haben beide Behörden den Grundstein für eine Kooperation zur Förderung und Stärkung des digitalen Verbraucherschutzes geschlossen. Der Zwischenbericht ist dabei das erste Resultat der beginnenden Zusammenarbeit. Arne Schönbohm, Präsident des BSI sagte, “dass private Kommunikation niemanden – außer den Kommunikationspartner/-innen – etwas angehe”.

Der technische Bericht befasst sich vor allem mit der grundlegenden Funktionsweise der Kommunikationsdienste, deren Sicherheitseigenschaften sowie anfallenden Metadaten. Als interessanter Ansatz ist dabei auch der Versuch zu sehen, die Messenger untereinander kombinierbar, also interoperabel zu gestalten. Die Herausforderung dabei sei es, die hohen Sicherheitsstandards nicht aus den Augen zu lassen, betont Schönbohm.

Das Papier beschäftigt sich dabei vor allem mit den populärsten Kommunikationsmitteln: “Wir schauen uns als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes vor allem die IT-Produkte an, die die Menschen intensiv nutzen. Mit diesem Paper tragen wir dazu bei, die technischen Grundlagen sicherer Messenger-Kommunikation sichtbar zu machen”, erklärte der BSI-Präsident.

Im Abschlussbericht der beiden Bundesbehörden werden dann auch Informationen präsentiert, die sich mit der IT-Sicherheit der einzelnen Messenger-Dienste befassen. Zielgruppe dieser Thematik sind vor allem Verbraucher/-innen, die sich bisher wenig mit technischen Details rund um das Thema Messenger-Dienste befasst haben.

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