Zustimmung zu den Auslandseinsätzen

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75 Prozent der deutschen Bevölkerung befürwortet Evakuierungsmissionen durch die Bundeswehr. (Foto: BS/Bundeswehr/Jana Neumann)

Die Zustimmung in der Bevölkerung zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr hängt eindeutig von deren Zweck ab. Das Ziel muss dem Menschen verständlich sein, lautet das Ergebnis einer Befragung.

In einer Umfrage, welche das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Zeitschrift “Internationale Politik” durchführte, sprachen sich 75 Prozent für Evakuierungsmissionen, 63 Prozent für Auslandseinsätzen zur Überwachung und Umsetzung von Friedensabkommen, 59 Prozent für Einsätzen zur Verhinderung von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, 39 Prozent für Ausbildungsmissionen sowie 37 Prozent für Kampfeinsätze gegen terroristische Gruppen aus.

“Beim Blick auf die parteipolitische Orientierung fällt auf, dass sich die höchsten Zustimmungsraten sowohl zu Evakuierungseinsätzen als auch zu Einsätzen zur Verhinderung von Völkermord mit je 89 Prozent und 81 Prozent unter den Anhängern der Grünen finden. Die höchsten Werte für Kampfeinsätze gegen terroristische Gruppen verzeichnet die FDP-Wählerschaft mit 48 Prozent”, schreibt “Internationale Politik” zu den Ergebnissen der Studie.

Vor 20 Jahren sahen die Zahlen bereits ähnlich aus. Im September 2001 ergab eine BILDWOCHE-Forsa-Umfrage: “Nur jeder dritte Deutsche (39 Prozent) spricht sich dafür aus, dass deutsche Soldaten an der Seite amerikanischer Truppen gegen den internationalen Terrorismus kämpfen. Mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) ist gegen eine Beteiligung der Bundeswehr bei einem militärischen Gegenschlag der USA. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.000 Befragten im Auftrag der TV-Zeitschrift BILDWOCHE.”

Somit waren im September 2001 nur 39 Prozent der deutschen Bevölkerung für Kampfeinsätze gegen terroristische Gruppen, in der neuesten Umfrage liegt diese Zahl bei 37 Prozent. Das Scheitern in Afghanistan scheint sich somit wenig auf die Meinungslage in Deutschland ausgewirkt zu haben.

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