Breakthrough: Deutschland und Ungarn üben gemeinsam

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Die Panzerhaubitze 2000 zählt zu den modernsten Artilleriegeschützen der Welt. (Foto: BS/Bundeswehr/Maximilian Schulz)

Gemeinsam üben und lernen. Dies stand bei der bilateralen Übung “Breakthrough 21” ganz oben auf der Agenda. Deutsche Soldatinnen und Soldaten bildeten bei der Übung auf dem größten Truppenübungsplatz Ungarns nordwestlich des Sees Balaton ihre ungarischen Kameradinnen und Kameraden an der Panzerhaubitze 2000 aus.

Hintergrund der gemeinsamen Übung sind die veränderten sicherheitspolitischen Planungen und die Beschaffung der Panzerhaubitze 2000 durch die ungarische Regierung. Für die gemeinsame Übung reiste das Artilleriebataillon 131 aus Weiden mit über 100 Soldaten und schwerem Gerät an. 

Durch die gleiche Ausrüstung und die gleichen Ausbildungsstandards soll die Interoperabilität zwischen den NATO-Streitkräften erhöht werden. Die Bündnispartner hatten schon Anfang 2020 vereinbart, dass alle für NATO-Aufträge gemeldeten kämpfenden Truppenteile nach bestimmten, vom Bündnis festgelegten Standards zertifiziert sein müssen. Dies sind die Allied Force Standards. Schon vor der Übung werden in Deutschland seit 2019 ungarische Soldaten durch das Artilleriebataillon 131 an der Panzerhaubitze 2000 ausgebildet.

“2022 erwarten wir in Weiden einen weiteren Durchgang mit ungarischen Artilleristen, die zunächst als Geschützkanonier Panzerhaubitze (GsKan PzH) 2000 und in Folge als Geschützführer (GsFhr) des Waffensystems ausgebildet werden”, erklärte Frau Hauptmann Laura Paust, Chefin der 5. Batterie des Bataillons in Weiden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die ungarischen Streitkräfte die Ausbildung an dem Waffensystem selbst übernehmen. Schon im kommenden Jahr will die ungarische Armee ihre alten Geschütze, D-20 Kanonenhaubitze M 1955 (Baujahr 1946) gegen die Panzerhaubitze 2000 auswechseln.

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