3G für ÖPNV

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Geimpft, genesen, getestet – und Maske. Auch im ÖPNV werden die Schutzmaßnahmen strenger. (Foto: BS/Kev, pixabay.com)

Mit Beschluss des neuen Infektionsschutzgesetzes durch Bundestag und Bundesrat sollen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Zügen des Regional- und Fernverkehrs zukünftig die 3G-Regel gelten – zusätzlich zur Maskenpflicht. Die Kontrollen müssen die Verkehrsunternehmen durchführen.

Laut einem Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) sind “die 3G-Kontrollen deutlich aufwendiger als die Maskenkontrollen, da nicht auf den ersten Blick erkannt werden kann, ob jemand geimpft, genesen oder getestet ist”. Außerdem wird kritisiert, dass für viele Menschen in systemrelevanten Berufen Bus und Bahn die einzige Möglichkeit seien, zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Die Gewerkschaft Verdi fordert zudem die Kontrollen nicht auf die Beschäftigten abzuwälzen und klare Zuständigkeiten zu schaffen. Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, erklärt: “Eine halbgare Regelung nutzt dem Infektionsschutz sicherlich nichts und bringt die Beschäftigten in Gefahr.”

Auch Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), merkt an: “Sofern die künftigen Regierungskoalitionäre sich weitergehende Kontrollen vorstellen, müssen sie die Frage beantworten, wie die öffentliche Mobilität dann aufrechterhalten werden soll und ob beispielsweise die Bundespolizei die Kontrollen dann auch im ÖPNV durchführt.” Eine flächendeckende Kontrolle der 3G-Regel sei im Nahverkehr nicht möglich, meint auch Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB). “Aber konsequente, stichprobenartige Kontrollen können eine Wirkung entfalten. Die Länder sind gefordert die Bußgelder entsprechend zu erhöhen damit die Wirkung nicht verfehlt wird.”

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