Europol warnt vor steigender Cyber-Kriminalität

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Das Cyber-Kriminalität zunimmt, ist kein Geheimnis. Im neusten Bericht von Europol zu Trends der Cyber-Kriminalität warnt die Polizeibehörde aber vor allem vor "Crime-as-a-Service". Hiermit können auch nicht technische-affine Angreifer/-innen, Cyber-Angriffe durchführen. (Foto: BS/Pete Linforth, pixabay.com)

Aus dem neusten Bericht der europäischen Polizeibehörde Europol warnt die Agentur vor zunehmender Cyber-Kriminalität, welche durch die Coronakrise weiter begünstigt wird. Die steigende Digitalisierung der Bevölkerung wurde von Cyber-Kriminellen ausgenutzt, so das Urteil des neusten Berichtes “Trends der Internet-Kriminalität” der Polizeibehörde.

Besonders problematisch seien dabei organisierte Attacken mit Schadsoftware. Des Weiteren ginge der Trend von Massen- hin zu gezielten Angriffen auf Netzwerke großer Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen, konstatiert der Bericht.

Auch die Heimarbeit begünstigt die Angriffsmechanismen der Kriminellen. So sind DDoS Angriffe zur Routine geworden, also Angriffe, die die Systemfähigkeit der Organisationen außer Kraft setzen können. Zur Zahlung würden die Kriminellen vor allem Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero nutzen, so die Polizeibehörde.

Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern habe durch die Digitalisierung weiter zugenommen. Betrüger statten sich zunehmend mit Fake-Identitäten aus und nehmen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen auf. In diesem Zuge werden die jungen Menschen dann dazu gedrängt, persönliche Daten oder Bilder von ihnen freizugeben. Die Kriminellen würden dann diese Informationen aufgreifen und im Netz verbreiten oder verkaufen, teilte Europol mit.

Eine ebenfalls problematische Entwicklung zeigt sich mit dem Phänomen “Crime-as-a-Service”. Damit wird ein Modell beschrieben, mit denen Kriminelle von anderen Betrügern Services oder Schadsoftware kaufen, die sie dann gegenüber Bürger/-innen, Organisationen oder Behörden anwenden können. Besonders beliebt sei dabei Ransomware-as-a-Service, stellt die europäische Polizeibehörde klar: “In den letzten zwölf Monaten konnten die europäischen Strafvollzugsbehörden eine starke Zunahme von den Schadsoftware-Services im Dark Web beobachten” heißt es im Bericht.

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