Digitale Souveränität im öffentlichen Sektor

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Gawain Macmillan hat als Lösungsarchitekt bei Dataport die dPhoenixSuite 2.0 mitentwickelt und empfiehlt Open-Source-Lösungen im öffentlichen Sektor. (Foto: dataport)

Open-Source-Arbeitsplätze sind die Zukunft im öffentlichen Sektor, weiß Gawain Macmillan, Lösungsarchitekt bei Dataport. Denn nur so behalten Behörden und Co. die Kontrolle über die eigenen Daten. Welche Rolle die dPhoenixSuite 2.0 dabei spielt, erklärt der Experte im Interview.

Warum ist Digitale Souveränität gerade für den öffentlichen Sektor so wichtig?
Digitale Souveränität bedeutet Unabhängigkeit von Herstellern proprietärer Software und ihren Geschäftsmodellen. Der Open-Source-Ansatz gewährleistet Transparenz in der Nutzung und Kontrolle über die eingesetzte Software. Die Verwaltung kann diese zielgerichtet weiterentwickeln.

Warum braucht der öffentliche Sektor Cloud-Lösungen?
Der Betrieb klassischer Client-/Server-Infrastrukturen ist sehr aufwendig. Patch- und Updatemanagement sind komplex. Software-as-a-Service-Lösungen reduzieren diese Komplexität und schaffen gleichzeitig weitere Vorteile wie Ortsunabhängigkeit und die Möglichkeit, von verschiedenen Geräten aus rund um die Uhr auf die Lösungen zugreifen zu können. Bedingungen, die in der sich wandelnden Arbeitswelt dringend gebraucht werden.

Viele haben bei Cloud-Lösungen Datenschutzbedenken. Sind die berechtigt?
Die Bedenken hängen ja nicht an der Cloud-Technologie an sich, sondern an der Art und Weise, wie sie implementiert und bereitgestellt werden. Deswegen schauen die IT-Dienstleister der öffentlichen Hand schon sehr genau hin, mit wem sie zusammenarbeiten. Werden die Spielregeln der DSGVO eingehalten? Sind die Konzepte des BSI Grundschutzes umgesetzt? Werden Datenabflüsse in andere Rechtsräume wirkungsvoll unterbunden? Wenn diese Aspekte belegt werden können, bieten Cloud-Lösungen der öffentlichen Verwaltung echte Mehrwerte.

Wer ist an der Entwicklung der dPhoenixSuite 2.0 beteiligt?
Phoenix ist ein Gemeinschaftsprojekt. Mit Partnern wie Capgemini und Fraunhofer Fokus, Bechtle und Univention, Nextcloud und Ionos sowie Open-XChange haben wir nicht nur ausgezeichnetes Know-how im Team, sondern auch engagierte Player, die digitale Souveränität für den Public Sector in Deutschland und Europa zum Standard machen wollen.

Braucht man Vorwissen, um die dPhoenixSuite 2.0 zu bedienen?
Nein. Wer mit einem Webbrowser umgehen kann und die klassischen Office-Anwendungen kennt, kommt bestens zurecht. Genau dies ist ja der Kernansatz der dPhoenixSuite 2.0: Verschiedene Open-Source-Anwendungen verschmelzen zu einem zeitgemäßen, webbasierten Arbeitsplatz.

Das bietet die dPhoenixSuite 2.0

dPhoenixSuite 2.0 integriert verschiedene Open-Source-Anwendungen in eine Lösung. Ihre Mitarbeiter:innen tauschen online Daten aus und erstellen Texte, Tabellenkalkulationen und Präsentationen – völlig ortsunabhängig. Auch ein Modul für geschützte Videokonferenzen und dazugehöriges Messaging ist dabei.

Jetzt mehr erfahren auf dPhoenixSuite.de.

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