Digitalisierte Streitkräfte: Schnell, smart und präzise

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Viele Kommunikationssysteme der Bundeswehr sind veraltet und schon seit Jahrzehnten im Einsatz. Auf der Berlin Security Conference 2021 sprachen Vertreter des deutschen Bundestags, der Industrie und des Militärs über Möglichkeiten die Streitkräfte schneller, präziser und smarter mit Informationen zu versorgen.

Vertreter der Industrie, Mitglieder des deutschen Bundestages und der Bundeswehr sind sich einig, dass noch viel getan werden muss, um die deutschen Streitkräfte in Punkto Digitalisierung auf ein modernes Level zu bringen. „Die Möglichkeit neue Radiosysteme anzuschaffen sei bis jetzt nicht wahrgenommen worden“, erklärt Dr. Tobias Lindner, Mitglied des deutschen Bundestags (Bündnis 90/ Die Grünen). Häufig wurden lieber neue Waffensysteme angeschafft und Informationstechnologien gerieten ins Hintertreffen. Eine schnelle Umstellung auf ein modernes System sei nun nicht mehr einfach zu gestalten, da diese die Art und Operationsweise des Heeres verändere.

„Moderne Informationstechnologien sind jedoch die Zukunft des modernen Schlachtfeldes“, so Brigadegeneral Frank Pieper, Chief Digital Officer des Heeres. Mit digitalisierten Streitkräften würde das Schlachtfeld transparenter werden, Entscheidungen könnten schneller und präziser gefällt werden. Ein besonders positiver Aspekt wäre, dass Kollateralschäden so minimiert werden können.

Durch die Weiterentwicklung von KI-Technologien und anderen Informationstechnologien könne in Zukunft ein Feind mit großer Präzision, geringen Kollateralschäden und einem angemessenen Aufwand neutralisiert werden. Es müsse das Ziel der Industrie, der Politik und des Militärs sein, die deutschen Streitkräfte mit modernen und agilen Informationssystemen auszustatten, damit die Soldaten zuverlässige Entscheidungen treffen können.

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