Innovationen für die Verteidigung

0
1125
Botschafter Jiřý Šedivý, Generaldirektor der europäischen Verteidigungsagentur, sprach auf der Berliner Sicherheitskonferenz des Behörden Spiegel. (Foto: BS/Tim Rotthaus)

Botschafter Jiřý Šedivý, Generaldirektor der europäischen Verteidigungsagentur, sprach auf der Berliner Sicherheitskonferenz des Behörden Spiegel über die Relevanz von Innovationen für die Verteidigung.

Gute Verteidigung brauche nicht nur die Fähigkeit zu handeln, sondern auch die Fähigkeit zu innovieren, betonte Šedivý. Dies zweige sich auch im Wettbewerb zwischen China und den Vereinigten Staaten von Amerika, von denen Europa sich nicht abhängen lassen dürfe. Um das europäische Innovationspotential voll auszuschöpfen, müsse man das Budget in den Fokus nehmen. Dieses liege in der EU allerdings bei lediglich zwei Prozent des Verteidigungshaushalts – zum Vergleich: Israel investiere fünf Prozent.

“Wir müssen Synergien schaffen und bisherige Innovationen weiterentwickelt”, erklärte der Generaldirektor in Bezug auf die aktuellen Handlungsfelder. Zudem sei es wichtig die Zusammenarbeit mit der Nato zu stärken, damit alle Beteiligten profitieren. Des Weiteren müsse der Kohlenstoff-Fußabdruck des Militärs verringert werden, weswegen auch neue Energien ein wichtiges Innovationsfeld für die Verteidigung sei.

Abschließend betonte Šedivý: “Innovation verändert nicht nur die Parameter der Kriegsführung, sondern ist auch wichtig für das Machtgleichgewicht in der Welt – ohne Innovation wird die EU ihren Platz in der Welt und ihre Partner verlieren.” Die Dynamik für Innovation und Entwicklung sei da, daher müsse man jetzt die Chance ergreifen ein neues und verbessertes europäisches Militär zu schaffen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here