Lockheed Martin auf der BSC

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(Foto: Portugall)

Der größte Rüstungskonzern der Welt, die US-amerikanische Lockheed Martin Corporation mit Hauptsitz in Bethesda/Maryland, ist Industriepartner der zweitägigen Berliner Sicherheitskonferenz (BSC), die heute begonnen hat. Ein Informationsschwerpunkt auf dem Ausstellungsstand des US-Konzerns im Vortragsraum der “Capability Lounge” zum Thema “Air Forces” ist das Leistungsprofil des schweren Transporthubschraubers CH-53K “King Stallion”.

Der Hintergrund: In Deutschland steht die Sikorsky CH-53K aktuell im Wettbewerb um das Beschaffungsprojekt “Schwerer Transporthubschrauber” (STH) der Bundeswehr. Der US-Helikopterhersteller gehört seit 2015 zu Lockheed Martin. Die erste Auslieferung der Luftfahrzeuge, so das US-Unternehmen, könne bereits ab 2024 erfolgen, um einen nahtlosen Übergang von der aktuellen CH-53G-Flotte der Bundeswehr zu ermöglichen, das entsprechende Personal auszubilden und die logistischen Grundlagen für den Betrieb in Deutschland zu schaffen. Die Aufstellung der STH-Flotte der Bundeswehr und der Übergang von der aktuell genutzten CH-53G solle theoretisch bis 2032 abgeschlossen sein.

Für das STH-Projekt hat Sikorsky gemeinsam mit dem größten deutschen Rüstungskonzern, der Rheinmetall AG, frühzeitig ein Kernteam aus Industrieunternehmen hierzulande gebildet – darunter die MTU Aero Engines AG, die Autoflug GmbH sowie die Hydro Systems KG. Ein Großteil der Wertschöpfung, so Lockheed Martin, solle somit in Deutschland erfolgen (ca. 10 Prozent der Produktion und 70 Prozent der Wartungsarbeiten). Das geschätzte Auftragsvolumen für die Industrie hierzulande betrage dabei im ersten Schritt etwa eine Milliarde Euro und biete durch die geplante Nutzungsdauer der STH Hubschrauberflotte von mehr als 40 Jahren ein deutliches Aufwuchspotenzial für weitere Wertschöpfung in der Bundesrepublik.

Darüber hinaus sollen nach Unternehmensangaben bis zu 500 hochqualifizierte zusätzliche Arbeitsplätze in der Bundesrepublik geschaffen werden. Ein Teil dieser Arbeitsplätze soll in Sachsen entstehen, wo Rheinmetall die Errichtung eines Logistikzentrums auf dem Gelände des Flughafens Leipzig-Halle plant. In dessen Nähe soll auch der Einführungsstandort der STH-Flotte liegen, nämlich der Bundeswehr-Fliegerhorst Holzdorf des Hubschraubergeschwaders 64.

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