Kampfwertsteigerung für den Eurofighter

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"Flaggschiff" des Airbus-Standes auf der BSC: das Mehrzweckkampfflugzeug Eurofighter "Typhoon" (im Vordergrund). (Foto: Boris Trenkel)

Airbus, Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern, war als Industrie-Partner mit einem eigenen Stand (Foto) auf der Berliner Sicherheitskonferenz (BSC) der vergangenen Woche vertreten. Ein thematisches Highlight war die jüngste Fähigkeitssteigerung des Mehrzweckkampfflugzeugs Eurofighter Typhoon.

Die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH und NETMA, die NATO Eurofighter & Tornado Management Agency, haben einen Vertrag geschlossen im Wert von rund 300 Millionen Euro für das Konsolidierungspaket der Stufen zwei und drei der Phase 1. Er liefert die nächsten Schritte bei der Fähigkeitsentwicklung des Kampfflugzeuges.

Ein wichtiges Element des Vertrages behandelt die Fähigkeitssteigerung für den Einsatz des Eurofighter im Luftkampf im Zusammenwirken mit dem Luft-Luft-Lenkflugkörper Meteor, der “beyond visual range”, d.h. hinter dem Horizont eingesetzt werden kann. Dabei erfolgt die Fähigkeitsimplementierung durch den Übergang vom M-Scan- zum E-Scan-Radar.

Die Fähigkeitssteigerung beinhaltet auch die Verbesserung im Bodenkampf durch den Einsatz der Luft-Boden-Rakete Brimestone. Dazu zählen Anpassungen an das Format des Cockpit-Displays, Steigerung der Interoperabilität mittels MIDS Link 16 und Funkgerät sowie Verbesserungen beim Defensive Aids Sub-System (DASS).

Dabei soll es sich nach Unternehmensangaben um “ein vernetztes Set von einzelnen Fähigkeiten handeln, zumeist auf dem Gebiet der Avionik.” Dabei würden Fähigkeiten über das gesamte industrielle Spektrum – von der Ingenieurwissenschaft bis zum Support – genutzt.

Nach der Anfangsphase der Vertragslaufzeit ist der Zuschlag in einer zweiten Phase Mitte des kommenden Jahres geplant. Damit soll dann das Kampfwertsteigerungs-Projekt vollendet werden.

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