Neue Fregattenklasse nimmt langsam Form an

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Flaggschiff des Damen-Standes auf der BSC: die Fregattenklasse F126. (Foto: Boris Trenkel)

Auch die Werft Damen Shipyards Group, das größte Schiffsbauunternehmen in den Niederlanden, war mit einem eigenen Stand auf der BSC vertreten. Wie auf dem Foto unschwer zu erkennen ist, stand das Projekt F126 im Mittelpunkt der Unternehmenspräsentation.

Das Vorhaben “Fregattenklasse 126” ist mit einem Volumen von rund 5,6 Milliarden Euro für die Beschaffung von vier Schiffen das bisher größte Schiffsbauprojekt in der Geschichte der Bundeswehr. Das Projekt F126 lief bis Anfang dieses Jahres unter der Bezeichnung “Mehrzweckkampfschiff (MKS) 180”. Das erste Schiff dieser Klasse soll 2028 an die Deutsche Marine ausgeliefert werden.

Der Bau der vier Fregatten ist laut Bundeswehr sowohl für die Deutsche Marine als auch für den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland von herausgehobener Bedeutung. Nach der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages zur Finanzierung des neuen Typs im Juni des vergangenen Jahres ist im Juni dieses Jahres der Vertrag zwischen dem Bundesamtsamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und der Industrie unterzeichnet worden.

Die neue Fregattenklasse soll in der Lage sein, einerseits überall auf der Welt und für lange Zeit große Seeräume zu patrouillieren, Embargos zu überwachen und notfalls deutsche Staatsbürger aus Krisensituationen zu evakuieren, andererseits, sich notfalls aber auch im Nordatlantik oder Mittelmeer im Seegefecht gegen andere Kriegsschiffe seiner Art und U-Boote durchsetzen zu können. Ein einzelner Schiffstyp, so die Bundeswehr, konnte so ein breites Aufgabenspektrum bisher nicht erfüllen.

1 Kommentar

  1. Und wieder wird ein Schiff für Embargo- und Anti-Piraten-Einsätze gebaut Wiedr einmal glänzen die Planer mit scheinbar nicht vorhandener Sachkenntnis und schätzen den Bedarf völlig falsch ein. Als ob die Marine nur noch asymmetrische Einsätze fährt. In einem möglichen Konflikt ist die F126 genau wie die F125 auf den Schutz durch richtige Kriegsschiffe angewiesen. Wenigstens gibt es bei den Verbündeten Nationen noch schlagkräftige Schiffe, wie beispielsweise die Daring- und Fremm-Klasse. Deutschland macht sich mit seinen maritimen Beiträgen nur noch lächerlich.

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