Der Strategische Kompass

0
961
Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Vier Hauptrichtungen zeigt der “Strategische Kompass” der Europäischen Union an: Crisis Management, Partnership, Resilience (u.a. dabei Military Mobility), und Capability Development (dabei: Technische Souveränität, European Defence Fund, Space-, Cyber- and Maritime Capabilities). Der Strategische Kompass ist in der Schlussbearbeitung, eine sorgfältige und mit allen EU-Staaten abgestimmte Bedrohungsanalyse war die Ausgangsbasis.  Sie ändert sich nicht durch Regierungswechsel.

Das neue Strategische Konzept der NATO mit der Richtung “NATO 2030” soll auf dem NATO-Gipfel im Juni 2022 verabschiedet werden. Es ist zu erwarten, dass sich das Konzept – neben den Kernaufgaben Verteidigung und Abschreckung inklusive der nuklearen Teilhabe, Krisenmanagement, kooperative Sicherheit – auch der neuen Handlungsfelder Cyberspace und Weltraum, der Wirkung disruptiver Technologien sowie der hybriden Bedrohung (“war below the line”) mehr annehmen wird.

Der Koalitionsvertrag der künftigen Regierungsparteien geht zum Teil auf diese Reformdokumente ein.  Die verstärkte Kooperation nationaler Armeen mit integrationsbereiten EU-Mitgliedern in Ausbildung, Fähigkeiten, Einsätzen und Ausrüstung einschließlich der Interoperabilität und Komplementarität mit Fähigkeiten der NATO wird betont. Man darf gespannt sein, wie diese hohen verteidigungspolitischen Selbstverpflichtungen umgesetzt werden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here