Verfahren des IT-Sicherheitskennzeichens startet

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Erst die Breitbandrouter und E-Mail-Dienste, bald sollen weitere Produkte folgen: Das IT-Sicherheitskennzeichen vom BSI soll grundlegende Sicherheitseigenschaften digitaler Produkte auf einen Blick erkennbar machen. (Foto: BS/talha khalil, pixabay.com)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat für die Produktkategorien Breitbandrouter und E-Mail-Dienste das Antragsverfahren für das IT-Sicherheitskennzeichen gestartet. Die Implementierung weiterer Geräte und Dienstleistungen sollen in nächster Zeit folgen, teilte das BSI mit.

Im Antrag ist der Hersteller unter anderem dazu angehalten, eine Zusicherung darüber zu erteilen, dass die zugrundliegenden IT-Anforderungen zum Produkt oder zur Dienstleistung geprüft und erfüllt sind. Sind die Nachweise vom Bundesamt für zulässig erklärt worden, soll der Zulassungsprozess innerhalb von sechs Wochen nach Einreichung aller Unterlagen erteilt werden.

Im Folgenden prüft eine BSI-Marktaufsicht vom Standort Freital stichpunktartig die Einhaltung der Kriterien bei den einzelnen Produkten. Wenn im Überprüfungsprozess Mängel im Sicherheitskonzept festgestellt werden sollten, wird das BSI sich in Verbindung mit dem Unternehmen setzen und Informationen für Verbraucher/-innen auf der Internetpräsenz des IT-Sicherheitskennzeichens zur Verfügung stellen, teilte die Behörde mit.

BSI-Präsident Arne Schönbohm begrüßt den Start des Verfahrens nach der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit: “Ich freue mich sehr, dass das Antragsverfahren für das IT-Sicherheitskennzeichen heute geöffnet wird. Die weit über 100 Gespräche mit Verbänden, Unternehmen und Zivilgesellschaft in den letzten Monaten haben noch einmal ein reges Interesse an diesem Kennzeichen gezeigt, dass Verbraucherinnen und Verbrauchern künftig Orientierung auf dem digitalen Markt bieten soll.”

Des Weiteren sei das IT-Sicherheitskennzeichen ein gutes Zeichen, um Bürger/-innen ein erhöhtes Sicherheitsgefühl für einzelne Geräte zu vermitteln, so Schönbohm. Ferner würde es bei der Cyber-Sicherheit auf gute und entschlossene Reaktionen ankommen. Die Informationen zum Sicherheitskennzeichnen würden dafür sorgen, dass Sicherheitslücken in digitalen Endgeräten effektiver und umfangreicher geschlossen werden könnten, so der BSI-Präsident.

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