Risiko durch zivile Mitarbeiter

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(Foto: whitesession, pixabay.com)

Am 24. November wurde die COVID-19-Impfung in das duldungspflichtige Basisimpfschema für Soldatinnen und Soldaten aufgenommen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren geschätzt etwa 80 Prozent der Soldaten geimpft. “Im Geschäftsbereich des BMVg wurden bis heute rund 280.000 Corona-Schutzimpfungen verabreicht”, sagte am 29. November ein Sprecher des BMVg gegenüber dem Behörden Spiegel. “Dabei wird nicht erhoben, ob es sich um sogenannte Erst-, Zweit- oder bereits Drittimpfungen handelt. Die genannte Zahl unterliegt zudem einer statistischen Ungenauigkeit, da sich Soldaten und Soldatinnen ggf. auch außerhalb der Bw, bspw. an einem zivilen Impfzentrum haben impfen lassen. Die Impfquote für die aktuell eingesetzten Kräfte im Ausland liegt aufgrund der schon seit März dieses Jahres bestehenden Duldungspflicht bei 100 Prozent. Eine Impfquote für die Gesamtheit der rund 183.000 Soldaten und Soldatinnen wird nicht systemisch erhoben und kann daher nur geschätzt werden. Auf Grundlage der verabreichten Schutzimpfungen und unter Berücksichtigung von bislang nicht erfassten Impfungen schätzt das BMVg, dass die Impfquote der vollständig geimpften Soldatinnen und Soldaten bei über 80 Prozent liegt.”

Diese Zahl wird sich angesichts der neuen Duldungspflicht der Corona-Impfung für Soldaten nun in den kommenden Monaten den 100 Prozent annähern. Allerdings besteht die Bundeswehr nicht nur aus den Soldaten. Die letzten offiziellen Zahlen vom Oktober 2021 weisen 81.843 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Und für diese zivilen Mitarbeiter dürfen weder Zahlen zur Impfung erhoben werden noch greift die Duldungspflicht für Soldaten. “Eine Impfquote für die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Geschäftsbereich des BMVg wird aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erhoben”, berichtet der Sprecher des Verteidigungsministeriums dem Behörden Spiegel.

Da der zum BMVg zugehörende Personenkreis sich aus den zivilen Mitarbeitern und den Soldaten zusammensetzt, liegen somit zu rund 30 Prozent der Unterstellten weder erfasste Impfdaten vor – aus Gründen des Datenschutzes – noch kann ihnen die Impfung angeordnet werden. Im Ministerium selber ist der Anteil der Unknown Missiles sogar noch höher, von den insgesamt 2.600 Bediensteten sind 1.686 zivil.

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