Kartenakzeptanz bei E-Ladesäulen

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Bis 2030 sollen mindestens 15 Millionen PKW's vollelektrisch fahren. An den E-Ladesäulen besteht allerdings nicht die Möglichkeit mit einer Kreditkartenzahlung. Dies soll sich künftig ändern. (Foto: BS/freepictures, pixabay.com)

Ab Juli 2023 sollen alle neuen Ladesäulen für E-Autos mit Lesegeräten für eine Kartenzahlung ausgestattet sein. Das fordert die Bundesregierung. Nun fordert auch die Verbändeinitiative eine europaweite Kartenakzeptanz bei Ladesäulen.

“Wir machen Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität, zum Innovationsstandort für autonomes Fahren und beschleunigen massiv den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur. Unser Ziel sind mindestens 15 Millionen vollelektrische PKW bis 2030” heißt es im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien. Bis heute fällt allerdings die Bezahlmöglichkeit an Ladesäulen für E-Autos sehr nüchtern aus. Eine Kartenzahlung ist nicht möglich, die Bundesregierung plädierte bereits im Sommer für eine Ausstattung der Ladesäulen mit Lesegeräten. Im Rahmen des “Fit for 55” – Pakets hatte die EU-Kommission im Juli einen Vorschlag für eine Verordnung zum Ausbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuels Infrastructure Regulation, AFIR) veröffentlicht. Dies regele unter anderem die Zahlungsmodalitäten an Elektroladesäulen und Tankstellen für alternative Kraftstoffe.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und weitere Verbände sprechen sich in einem gemeinsamen Positionspapier für eine durchgängige Akzeptanz von Debit- und Kreditkarten an Elektroladesäulen aus. Der aktuell im EU-Parlament diskutierte Vorschlag sollte entsprechend erweitert werden. Denn nur mit einer gängigen Akzeptanz von Debit- und Kreditkarten an Elektroladesäulen könne gewährleistet werden, dass Verbraucherinnen und Verbraucher flexibler und spontaner laden können. Zudem sei für ein schnelleres Erreichen der Klimaziele eine einfache, bequeme und sichere Zahlungsmöglichkeit für die Akzeptanz der Elektromobilität bei Verbraucherinnen und Verbrauchern unerlässlich. Die Etablierung einer europaweit einheitlichen Voraussetzung sei zentral. Denn die Einheitlichkeit bedeute Verlässlichkeit: Verbraucherinnen und Verbraucher hätten so die Möglichkeit, europaweit mit dem gewohnten Zahlungsinstrument zu zahlen. Die internetbasierte Zahlungsmethode sei keine Alternative zur Kartenakzeptanz, da Verbraucher sich mit hochsensiblen Daten online registrieren müssen, erklärt der DStGB.

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