Extreme Belastung für KRITIS zu erwarten

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Aus Sicht der Mitglieder des neuen Expertenrates der Bundesregierung gegen das Corona-Virus helfen nur weitgehende Kontaktbeschränkungen. (Foto: BS/Tumisu, pixabay.com)

Der neu gegründete Corona-Expertenrat der Bundesregierung geht davon aus, dass die neue Virusvariante Omikron zu einer massiven Belastung der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) führen könnte. Explizit genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Und auch das Gesundheitssystem wird ausdrücklich erwähnt.

Denn Omikron bringe aufgrund der stark gesteigerten Übertragbarkeit sowie dem Unterlaufen des bestehenden Immunschutzes eine völlig neue Dimension in das Pandemiegeschehen. So gebe es deutlich mehr Neuinfektionen in kürzester Zeit sowie einen stärkeren Einbezug Geimpfter und Genesener ins Infektionsgeschehen. Eine massive Ausweitung der Kampagne für Booster-Impfungen könne die Dynamik zwar verlangsamen und das Ausmaß der Belastung verringern, sie aber nicht gänzlich verhindern. Wörtlich heißt es in der ersten Stellungnahme des Expertenrates der Bundesregierung zu COVID-19: “Laut der mathematischen Modelle kann eine Überlastung des Gesundheitssystems und die Einschränkung der Kritischen Infrastruktur nur zusammen mit starken Kontaktreduktionen eingedämmt werden.” Es sei mit erheblichen Krankenhausüberlastungen zu rechnen, ist dort zudem zu lesen.

Aus diesem Grunde müssten bereits jetzt Vorkehrungen für die ersten Monate des neuen Jahres getroffen werden. Wichtig seien die kurzfristige Verfügbarkeit von Aktivierungswegen und Steuerungsmechanismen sowie ausreichende Testkapazitäten und Versorgungsketten. Darüber hinaus sei eine ausreichende Vorratshaltung in den Krankenhäusern vonnöten. Die politische Entscheidungsfähigkeit müsse immer gegeben sein.

Des Weiteren brauche es deutliche Kontaktbeschränkungen. Und die Bevölkerung müsse zur aktiven Infektionskontrolle aufgefordert werden, etwa durch den Verzicht auf größere Zusammenkünfte.

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