Erkenntnisse zu COVID-19 der Hamburger Gesundheitsstudie

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Auch milde bis moderate Krankheitsverläufe mit COVID-19 führen vermehrt zu Beinvenenthrombosen und beeinträchtigen die Funktionen von Herz, Lunge und Nieren mittelfristig, eine aktuelle Studie des Hamburger Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). (Foto: BS, tomwieden, pixabay.com)

Hamburgs Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlicht Ergebnisse der “Hamburg City Health Study” (HCHS). Demnach hinterlassen auch milde bis moderate Krankheitsverläufe mit COVID-19 Spuren an Organen.

Hamburgs Wissenschaftssenatorin, Katharina Fegebank, erklärt: “Die HCH-Studie liefert mit ihren vielfältigen epidemiologischen und klinischen Daten wichtige Erkenntnisse über die aktuelle Pandemie und den Umgang mit zukünftigen größeren Infektionsgeschehen.” “Die Erkenntnis, dass selbst ein milder Krankheitsverlauf mittelfristig zur Schädigung diverser Organe führen kann”, ergänzen Prof. Dr. Raphael Twerenbold, wissenschaftlicher Studienzentrumsleiter und Kardiologe des UKE und Elina Petersen, Epidemiologin im Epidemiologischen Studienzentrum des UKE, “hat höchste Bedeutsamkeit gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Omikron-Variante, die mehrheitlich mit milderen Symptomen einherzugehen scheint.”

Seit Mitte 2020 wurden insgesamt 443 Menschen nach einer SARS-CoV-2 Infektion mit nur leichteren Symptomen im Rahmen der HCHS-Studie eingehend untersucht. Die Studie wurde mit Unterstützung der Freien und Hansestadt Hamburg unter Beteiligung von mehr als zehn Kliniken und Instituten des UKE durchgeführt und die Studienergebnisse als sogenannte Fast track Publikation im European Heart Journal veröffentlicht.

In der HCHS-Gesundheitsstudie sollen rund 45.000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 45 und 74 Jahren über einen langen Zeitraum hinweg untersucht werden, um die Risikofaktoren für häufige Erkrankungen wie Herzinfarkt, Vorhofflimmern, Schlaganfall, Demenz oder Herzinsuffizienz zu identifizieren. Sie ist damit die größte lokale Gesundheitsstudie der Welt, deren Ziel ist es individualisierte Behandlungsmöglichkeiten und eine gezielte Prävention zu entwickeln.

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