Zufriedenheit wird häufig vernachlässigt

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Laut Bleibebarometer Öffentlicher Dienst 2022, nahmen rund 30 Prozent der Befragten die eigene Einarbeitung eher negativ wahr, gerade mal die Hälfte der Teilnehmenden gab an gut eingearbeitet worden zu sein. (Foto: BS, www_slon_pics, pixabay.com)

Demografische Entwicklungen und Attraktivität der Privatwirtschaft stellen eine immer größere Herausforderung für Bindung und Rekrutierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Behörden dar. Das Bleibebarometer Öffentlicher Dienst 2022, eine aktuelle Studie der Next:Public, untersuchte “welche Erwartungen die Beschäftigten an ihren Arbeitgeber haben und wie die Personalbindung gelingen kann”.

Rund 7.500 Beschäftigte aus dem Öffentlichen Dienst in Bund, Ländern und Kommunen haben an der Studie teilgenommen. Davon können sich 80 Prozent vorstellen den Arbeitgeber zu wechseln, rund 30 Prozent der Beschäftigten sogar in die Privatwirtschaft. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Zum einen fehle es laut Bleibebarometer über der Hälfte der Befragten an Wertschätzung und individueller Förderung, zum anderen identifizieren sich die Beschäftigten kaum mit der eigenen Behörde, da deren Ziele oftmals nicht vollumfänglich bekannt seien. Das führe auch dazu, dass Behörden nicht als Arbeitgeber weiterempfohlen werden. “Das Bleibebarometer zeigt, dass der Öffentliche Dienst die Themen Personalbindung und Steigerung der Zufriedenheit seiner Beschäftigten noch zu häufig vernachlässigt und dadurch wertvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verliert”, resümiert Carsten Köppl, Geschäftsführer der Next:Public GmbH und Verantwortlicher der Studie.

Die Studie wurde als Initiative der Next:Public GmbH mit wissenschaftlicher Beratung und Begleitung der Hertie School of Governance und folgenden Partnern realisiert: Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), dbb beamtenbund und tarifunion (dbb), Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Die Zeit, Intrexx, Fabasoft. Weiterführenden Informationen finden Sie hier.

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