Kaum Chancengleichheit in kommunalen Spitzenämtern

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Gleichstellungsthemen erfahren eine zunehmende Akzeptanz in der öffentlichen Verwaltung, allerdings sind Frauen nach wie vor nicht entsprechend ihrem Anteil an der Gesamtheit in Spitzenämtern und Führungspositionen vertreten. (Foto: BS, Gerd Altmann, pixabay.com)

Frauen sind in kommunalen Spitzenämtern und Führungspositionen laut aktuellem Evaluationsbericht zum baden-württembergischen Chancengleichheitsgesetz nach wie vor unterrepräsentiert. Auch wenn in der konkreten Umsetzung des Gesetzes noch Defizite festzustellen seine, habe sich das Thema Gleichstellung in den größeren Kommunen jedoch etabliert.

Gleichstellungsbeauftragte sollten seit der Gesetzesnovelle 2016 in größeren Stadtkreisen und Gemeinden sowie in den Landkreisen die Gleichberechtigung im öffentlichen Dienst unterstützen und die generelle die Frauenförderung auf kommunaler Ebene voranbringen. Die von der Universität Heidelberg durchgeführte Evaluation zeigt, dass die Umsetzung der vielfältigen Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten stark variiert. Hierzu gehören beispielsweise: Erstellung von Chancengleichheitsplänen, Beteiligung an Stellenbesetzungsverfahren, Weiterbildung der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern sowie Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Gleichstellung. “Mit der Evaluation des Chancengleichheitsgesetzes erhalten wir jetzt einen guten Überblick, wie die Maßnahmen des Gesetzes greifen und wie wir die Gleichstellung vorangebracht haben”, erklärte Dr. Ute Leidig, die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, angesichts des Evaluationsergebnisses.

Erst seit 2016 werden Kommunen in den Geltungsbereich des “Gesetz zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg” mit einbezogen, weswegen dessen Umsetzung auf kommunaler Ebene ein Schwerpunkt der Evaluation ist. Leidig: “Um die tatsächliche Chancengleichheit von Frauen und Männern weiter auszubauen, braucht es verlässliche Daten.” Bei kleineren Kommunen zeigen die Evaluationsergebnisse jedoch überwiegend noch einen deutlichen Informations- und Umsetzungsbedarf auf.

Den ausführlichen Evaluationsbericht können Sie hier herunterladen.

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