BSI gibt bei Xiaomi-Handys Entwarnung

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E-Mails, in denen bestimmte Inhalte zensiert werden? In einer Demokratie undenkbar. Nachdem die litauische Regierung bei Untersuchungen von Handys der Marke Xiaomi Zensurfunktionen festgestellt hat, hat sich das BSI mit dem Fall verpasst. Ihr Fazit: Es konnten weder Zensurmechanismen noch Sicherheitslücken bei den beliebten chinesischen Handys gefunden werden. Foto: BS/Gerd Altmann, pixabay.com

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Zuge einer umfangreichen Untersuchung keine eingebauten Zensurfunktionen oder Sicherheitslücken bei Handys der chinesischen Firma Xiaomi finden können.

Die Bundesbehörde wurde auf den Fall aufmerksam, nachdem Litauens Behörden vor entsprechenden Gefahren gewarnt hatten. Die in Litauen ansässige Behörde für Cyber-Sicherheit stellte in Untersuchungen Zensurfunktionen in den chinesischen Handys fest. Als Reaktion darauf, empfahl die Regierung, den Kauf von Handys der Marke zu vermeiden.

Die Prüfung der relevanten Geräte von Xiaomi seitens des BSI nahm mehrere Monate in Anspruch, heißt es aus dem Bundesamt. Da keine Beanstandungen festgestellt wurden, wurde auf weitere Nachforschungen oder Maßnahmen verzichtet, erklärte das BSI. Die Untersuchungen bezweifeln jedoch nicht die Schlussfolgerungen Litauens, sondern beziehen sich lediglich auf Deutschland, so die Bundesoberbehörde.

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