DFeuG kritisiert Sparpläne

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Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) verlangt eine Abkehr von den Sparplänen des Hamburger Senats im Bereich der Feuerwehr. (Foto: BS/Timo Klostermeier, www.pixelio.de)

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) kritisiert die Haushaltsplanungen des Hamburger Senats, nach dem über 50 Millionen Euro bei Feuerwehr und Polizei eingespart werden sollen. Aufgrund von altersbedingten und anderweitig begründeten Abgängen müsse ein anderer Weg eingeschlagen werden, um dem hohen Personalbedarf zu Rechnung zu tragen, fordert die Gewerkschaft.

Schon in der Vergangenheit seien auf Kosten des Personals Einsparungen umgesetzt worden. So seien Sonderzahlungen wie das Weihnachtsgeld oder andere Zuschläge kompromisslos gestrichen worden. Gerade die fehlende Vergütung bei Notfallsanitäterinnen und -sanitätern rückt dabei in den Vordergrund. Ab dem Inkrafttreten des neuen Rettungsdienstgesetztes im nächsten Jahr dürften nur noch Notfallsanitäter als Einsatzleiter auf dem Rettungswagen eingesetzt werden. Diese Qualifikation erhielt jede Feuerwehrbeamtin und jeder Feuerwehrbeamte in den ersten 2 Jahren seiner Tätigkeit im Einsatzdienst fast automatisch, da dies Teil der Ausbildung war. Seit dem Jahr 2014 ist dies nicht mehr möglich. Es muss dazu eine zusätzliche dreijährige Ausbildung absolviert werden. Die zusätzliche Arbeitsbelastung und der erhöhte Aufwand würden jedoch nicht vergütet.

Dies hatte zur Folge, dass der nächste Lehrgang zum Notfallsanitäter bei der Berufsfeuerwehr Hamburg nicht zustande kam, weil sich nur drei Bewerber für die 24 zur Verfügung stehenden Plätze fanden. “Es ist den Kollegen nicht zu verübeln, dass sie diese zusätzliche Qualifikation nicht anstreben, solange sie für ihr persönliches Leben keinen Mehrwehrt dafür haben. Hier ist es an der Zeit von Seiten der Politik zu Handeln und diesen zusätzlichen Beruf innerhalb der Feuerwehr attraktiv zu gestalten! Es gibt in anderen Bundesländern verschiedene Modelle wie zum Beispiel die direkte Beförderung in das Statusamt A9, mit dem die Fahrzeugführerstellen auf dem RTW auch ausgeschrieben sind, jedoch dauert die Beförderung dahin zu lange. Es wäre wünschenswert mit erhalt der Qualifikation auch das entsprechende Statusamt zu erhalten, so wie in der Leitstelle auch der Dispatcher sein A9 erhält. Eine alternative wäre eine entsprechende Zulage für den NFS, welche dann auch ruhegehaltsfähig sein sollte. Hier müsse die Politik einfach einmal über den Tellerrand herausblicken. Es ist abzusehen, dass wir ansonsten mehr Abgänge zu verzeichnen haben, als wir Notfallsanitäter ausbilden können”, erklärte dazu Jan Heinrich, DFeuG-Landesverbandsvorsitzender Hamburg.

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