Innovation für Baden-Württembergs Landwirtschaft

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Agri-Photovoltaik, die Anbringung von Sonnenkollektoren auf Nutzpflanzen, soll das Potenzial haben, die Produktion von Landwirtschaft und Solarenergie in einem optimierten, nachhaltigen und kohlenstofffreien System zu vereinen. (Foto: BS, UC Davis College of Engineering, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Mit rund 2,5 Millionen Euro fördert das Land bis 2024 fünf Agri-Photovoltaik-Modellanlagen in Ravensburg, Weinsberg, Karlsruhe, Kressbronn und Nußbach. Die Innovation stellt laut Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Fraunhofer ISE) eine Chance für Landwirtschaft und Energiewende dar.

“Mit der Agri-Photovoltaik wird nicht nur wertvolle Fläche eingespart, sondern gleichzeitig auch noch Sonne und Obst geerntet”, freuen sich Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker und Landwirtschaftsminister Peter Hauk über die Investition in die innovative Technologie. Diese könnte positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Temperatur haben, hoffen die Minister, da sich durch die Bedeckung des Pflanzenbestands mit Photovoltaikmodulen das Mikroklima ändere. Dies könnte auch die Notwendigkeit von Pflanzenschutzmitteln verringern und so die biologische Vielfalt stärken.

Die Agri-Photovoltaik-Anlagen in Kressbronn und Nußbach sollen laut Walker und Hauk in bestehende Betriebe integriert werden. Der Schwerpunkt aller Anlagen liegt auf Kernobst- und Beerenbau und die geplante Gesamtleistung der Demonstrationsanlagen soll mindestens 1.650 Kilowatt-Peak (kWp) erreichen. Geleitet wird das Projekt vom Fraunhofer ISE, Unterstützung bei der Realisierung erhält es von der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl.

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