Cyber-Netzwerk mit internationaler Hilfe aufgedeckt

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Die Zerschlagung von Cyber-Crime-Vereinigungen verlangt länderübergreifende Kooperation. Da die Kriminellen oft über mehrere Länder verteilt agieren, ist eine gute Koordination der beteiligten Behörden maßgeblich für den Erfolg der Ermittlungen. Foto: BS/Tumisu, pixabay.com

Die Polizeidirektion Hannover und die Staatsanwaltschaft Verden haben in Kooperation ein Cyber-Netzwerk zerschlagen. An den Ermittlungen waren neun Länder beteiligt. Das Netzwerk soll an weiteren Angriffen beteiligt gewesen sein.

Die Hacker-Gruppe soll mutmaßlich für den Angriff auf die Stadtverwaltung Neustadt am Rübenberge im Jahr 2019 verantwortlich sein. Durch den Angriff waren damals die Computer der Stadt funktionsunfähig gemacht worden. Die Verwaltung der Stadt war bis ins erste Quartal 2020 nicht in der Lage gewesen, einzelne digitale Dienstleistungen anzubieten. Des Weiteren wird die Gruppe verdächtigt, Attacken auf die IT-Systeme von Krankenhäusern durchgeführt zu haben. Durch die Kooperation der Behörden sei es nun gelungen, das kriminelle Netzwerk mit Serverstandorten in zehn Länder zu blockieren. Die Orte sind von den Kriminellen genutzt worden, um verschlüsselt miteinander zu kommunizieren. An der Operation waren neben Deutschland unter anderem auch Frankreich, Tschechien, Großbritannien, die Ukraine und die USA involviert.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) lobte die Rolle der Ermittler/-innen: „Es zeigt, dass wir als Sicherheitsbehörden dazu in der Lage sind, schwerkriminellen Cyber-Netzwerken das Handwerk zu legen.“ Pistorius teilte mit, dass es bereits die ersten Festnahmen gegeben habe. Der Präsident der Polizeidirektion Hannover Volker Kluwe erklärte, dass die im Netzwerk gespeicherten Daten gesichert und demnächst ausgewertet werden. Ferner sagte Kluwe, dass während der zweijährigen Ermittlungszeit rund 100 Cyber-Attacken verhindern worden sind.

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