Auch DRK vom Cyber-Angriff betroffen

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Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist vom Cyber-Angriff auf die Server des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) betroffen. (Foto: BS/bhossfeld, pixabay.com)

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist vom Cyber-Angriff auf das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf betroffen (wir berichteten). Am 19. Januar wurden die Server eines externen Dienstleisters des IKRK angegriffen, auf denen Daten von über 500.000 Personen gespeichert sind. Die Daten wurden im Zusammenhang der Familienzusammenführung und der Internationalen Suche des Roten Kreuzes genutzt.

DRK-Generalsekretär Christian Reuter verurteilte den Angriff scharf. “Oberste Priorität muss daher jetzt der bestmögliche Schutz für die Menschen hinter den Daten sein, die ohnehin höchst schutzbedürftig sind und nun zusätzlichen Risiken und Leid ausgesetzt sind. Ich möchte mich dem dringlichen Aufruf des IKRK-Generaldirektors Robert Mardini an die Hacker anschließen, die Daten nicht zu veröffentlichen, zu verbreiten oder zu verkaufen”, so Reuter.

Das DRK untersuche in Zusammenarbeit mit dem IKRK und anderen betroffenen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie Datenschutz- und IT-Experten den Vorfall, um weitere Schritte einleiten zu können. Es gebe Hinweise, dass Daten von Hilfesuchenden und Zugangsdaten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Internationalen Suche erbeutet wurden. Bisher gebe es noch keine Kenntnisse über eine Veröffentlichung der Daten durch die Hacker.

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