Innovation Lab eröffnet

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In Duisburg ist das neue Innovation Lab der nordrhein-westfälischen Polizei eröffnet worden. (Foto: BS/IM NRW/Caroline Seidel)

Die nordrhein-westfälische Polizei verfügt ab sofort über ein eigenes Innovation Lab. Darin erforscht sie ihre eigene Zukunft. Ihren Sitz hat die Einrichtung am Duisburger Hafen.

Auf mehr als 500 Quadratmetern können im Labor, das Teil der Digitalstrategie der Landespolizei ist, neue Technologien entworfen und erprobt werden. Dabei kann es sich sowohl um komplette Neuentwicklungen als auch um existierende Produkte handeln, die so weiterentwickelt werden, dass sie polizeiliche Ansprüche erfüllen. Außerdem soll das Lab als Plattform fungieren, um mit Wirtschaft und Wissenschaft sowie mit anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu kooperieren. Mit dem Innovation Hub 110 der hessischen Polizei existiert bereits eine Zusammenarbeit. In einer sogenannten “Apple Area” werden gemeinsam Polizei-Applikationen entwickelt und an die behördlichen Bedürfnisse angepasst.

Das Innovation Lab wurde unter Federführung des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste, das sich ebenfalls in Duisburg befindet, aufgebaut. Beteiligt waren mehr als 100 Personen, darunter neben Polizisten auch Informatiker, Physiker, Elektriker, Kaufleute, Ingenieure, Wirtschaftsinformatiker, Bautechniker und eine Innenarchitektin. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro. Geforscht wird unter anderem an einem hundeähnlichen Laufroboter, 360-Grad-Kameras, intelligenten Videosysteme, Barrierefreiheit sowie am Arbeitsplatz der Zukunft.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte: “Ziel des Labors ist es, die Polizei besser zu machen, damit sie wiederum die Bürger besser schützt. Wir wollen vorbereitet sein auf die Herausforderungen der Zukunft und arbeiten deshalb schon heute an Lösungen, um die Polizei, um die Innere Sicherheit, um die Bevölkerung bestmöglich für morgen und übermorgen zu wappnen.” Durch die Einrichtung sei man nunmehr in der Lage, passgenau und vor allem polizeigenaue Lösungen zu entwickeln, so der Ressortchef.

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