Stärkung des Katastrophenschutzes nötig

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Die Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Baden-Württemberg haben nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz eine Verbesserung des Katastrophenschutzes angemahnt. (Foto: BS/Marion Müller/DRK)

Es brauche zwingend eine Stärkung des Katastrophenschutzes, forderten Vertreterinnen und Vertreter der beiden Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Baden-Württemberg. Das Fazit zogen die Verantwortlichen nach dem halbjährigen Einsatz von über 1.300 Helferinnen und Helfern im von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiet in Rheinland-Pfalz.

Der Einsatz im Ahrtal habe gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierender, modern ausgestatteter Katastrophenschutz in Deutschland sei. “Für die Zukunft ist eine deutliche Stärkung des Katastrophenschutzes erforderlich”, erklärte Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg. Sie fordert, dass die Bevölkerung stärker in den Katastrophenschutz miteinbezogen werden muss. Die Bevölkerung müsse ein Bewusstsein für Bedrohungslagen und das Wissen um richtiges Verhalten im Katastrophenfall entwickeln. Deshalb forderte Bosch: “Der Katastrophenschutz muss an die Schulen.” Es gehe darum, dass die Menschen auf Notfallsituationen vorbereitet seien und ihren Angehörigen und Nachbarn helfen könnten, bis organisierte Hilfe eintreffe. Zur Vorbereitung würden schon Kurse in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher angeboten.

Dem kann Jochen Gläser, Präsident des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz, sich anschließen. Er betonte jedoch auch: “Notwendig sind aber auch gute und einheitliche Einsatzstrukturen und gutes Material.” Gläser kritisierte in diesem Zusammenhang die “teilweise sehr unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern”. Diese Uneinheitlichkeit habe sich als problematisch erwiesen.

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