Wolski meint

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Dipl.-Ing. (Univ.) Reinhard Wolski Generalmajor a.D. Reinhard Wolski ist Senior Expert des Behörden Spiegel.

(BS) Während die NATO ihre Antwort auf die Forderungen Russlands übermittelt hat und die Spannungen weiterwachsen, hat die Allianz an ihrer “Overarching Space Policy” weitergearbeitet. Ausgehend von einer Bedrohungsanalyse, welche die technischen Möglichkeiten nicht nur von staatlichen Akteuren herausstellt, die Nutzung des Weltraums zu unterbrechen, zu stören oder gesamte Fähigkeiten zu zerstören, legt die NATO nunmehr Grundprinzipien fest. Die Nutzung des Weltraums wird ein Kernelement politisch-militärischer Lagebeurteilung und ggf. Aktion für die kollektive Verteidigung, das Krisenmanagement sowie der Kooperation sein. Ebenso wird die Allianz Fähigkeiten der Dimension Weltraum bereitstellen und durchsetzen. Die Interoperabilität zwischen den Alliierten wird dabei von der NATO koordiniert werden können, bezüglich der Schlüsselrolle der Weltraumnutzung für nukleare Abschreckung und die Integrierte Luftverteidigung und Raketenabwehr werden gemeinsame Richtlinien entwickelt, ebenso für den Zugang zu weltraumbasierten bzw. generierten Daten, Dienstleistungen und Produkten.  Weiterhin wird sich die NATO für Regelungen der Nutzung des Weltraums einsetzen und Partnerschaften z.B. mit der UN und der EU dort eingehen, wo dies zweckmäßig ist. Wichtigstes Statement: Ein Angriff im oder in den Weltraum auf weltraumbasierte Fähigkeiten der NATO oder eines ihrer Mitglieder kann den Artikel 5 auslösen.

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