Cybersicherheit für Kinder

0
938
Die sichere Nutzung digitaler Medien ist auch im dritten Pandemiejahr besonders für Kinder ein wichtiges Thema. Das grafische Authentifizierungsverfahren "KidzPass" ermöglicht Kindern das sichere Erstellen von Passwörtern. (Foto: BS/mohamed_hassan, pixabay.com)

In der Coronakrise ist die Nutzung digitaler Medien enorm gestiegen. Bedingt durch das Homeschooling sind auch jüngere Kinder öfter im Internet unterwegs, das bedeutet: Es braucht mehr Cybersicherheit für Kinder.

Anlässlich des “Safer Internet Day” warnte Dr. Peter Mayer von der Forschungsgruppe Security Usability Society (SECUSO) am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT): “Bei Kindern kommt der Datensicherheit und dem Schutz von Persönlichkeitsrechten noch mal eine gesteigerte Bedeutung zu, gerade sie sind mit Themen wie Cybersicherheit und dem Schutz von Benutzerkonten aber häufig überfordert”. Unter dem Motto: “Together for a better Internet” sollen Menschen aller Altersgruppen für die Themen Cybersicherheit und Schutz vor Internetbetrug sensibilisiert werden.

Gerade beim Homeschooling, wenn sich Kinder im Schulalltag häufiger an Geräten wie Tablets anmelden, ist die Bedeutung von Cybersicherheit besonders wichtig. “Kinder nutzen Passwörter, bevor sie überhaupt die kognitiven Fähigkeiten haben, diese korrekt anzuwenden” erklärte Mayer. Für Kinder sei es schwieriger, sichere Passwörter zu erstellen, sich diese zu merken und sie geheim zu halten. Mayer sieht ein weiteres Problem: Kinder könnten sich damit unsichere Verhaltensweisen angewöhnen und sie hinterher wieder schlecht abtrainieren.

Mit “KidzPass” sicher Passwörter erstellen

Forschende am KIT haben ein grafisches Authentifizierungsverfahren entwickelt und erprobt, um Kinder beim Erstellen sicherer Passwörter zu unterstützen. Mit “KidzPass” können Passwörter aus Bildern bestehen, die in Anzahl und Abbildung an das Alter der Kinder angepasst werden, sagte die Leiterin der Forschungsgruppe SECUSO Melanie Volkamer. Das Passwort muss beim Einloggen lediglich unter einer Auswahl an Möglichkeiten wiedererkannt und ausgewählt werden, was eine kognitiv deutlich einfachere Aufgabe darstellt, als sich ein Passwort mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen einzuprägen. Laut Volkamer wurde das grafische Authentifizerungsverfahren mit 61 Kindern aus Altersgruppen zwischen vier und zehn Jahren erfolgreich erprobt.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here