Erstes IT-Sicherheitskennzeichen übergeben

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Mail.de wurde als erster Internet Of Things Dienst mit einem IT-Sicherheitskennzeichen ausgestattet. Bisher wird das Kennzeichen nur an E-Mail Provider und Breitbandrouter verliehen, im Laufe diesen Jahres soll die Produktpalette dafür erweitert werden. (Foto: BS/Muhammad Ribkhan, pixabay.com)

Der E-Mail Provider mail.de hat als erster Anbieter auf dem deutschen Verbrauchermarkt ein IT-Sicherheitskennzeichen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) übergeben bekommen. Die Verleihung des Kennzeichens geschah im Rahmen des 18. Deutschen IT-Sicherheitskongresses vom BSI. Das IT-Sicherheitskennzeichen soll Sicherheitseigenschaften von IT-Produkten transparent machen und Verbraucher/-innen mehr Sicherheit bei der Wahl ihrer IT-Produkte ermöglichen.

Insgesamt hat der E-Mail-Dienstanbieter vier Kennzeichen für vier verschiedene E-Mail-Produkte erhalten. Zukünftig wird das IT-Sicherheitskennzeichen durch die BSI-Marktaufsicht stichprobenartig und anlassbezogen auf Einhaltung geprüft.

BSI-Präsident Arne Schönbohm bekräftigte, dass dies vor allem ein wichtiger Schritt für das Vertrauen der Bürger/-innen sei: „Wir geben damit ein deutliches Signal an den Verbrauchermarkt, dass Informationssicherheit ein wichtiges Argument für die Kauf- und Nutzungsentscheidung bei IT-Produkten ist. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem IT-Sicherheitskennzeichen einen deutlichen Schritt zu mehr Sicherheit für die Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet machen!“

Jedes IT-Sicherheitskennzeichen wird begleitet von einem QR-Code, der zu einer spezifischen Produktinformationsseite des BSI führt. Dort wird erläutert, welche Sicherheitseigenschaften das IT-Produkt garantiere und es werde über die aktuellen Sicherheitssituation des Services informiert. Bei E-Mail-Diensten sei dies zum Beispiel die Garantie, dass der E-Mail Provider das BSI über aktuelle Schwachstellen informieren würde und bis zum Ende der aktuellen Laufzeit des IT-Sicherheitskennzeichens den Dienst mit sicherheitsrelevanten Updates versorge, heißt es vom BSI.

Aktuell werden nur Anträge für Breitbandrouter und E-Mail-Dienste zum IT-Sicherheitskennzeichen bearbeitet. Aus dem BSI heißt es, dass „weitere Produktkategorien aus dem Bereich Internet of Things derzeit in Vorbereitung sind“. Die Sicherheitsbehörde rechnet damit, dass im Laufe des Jahres, weitere Software- und Hardwareprodukte mit einem IT-Sicherheitskennzeichen versehen werden können.

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