Deutschland verstärkt EFP in Litauen

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Zur Verstärkung der EFP in Litauen verlegt das Artillerielehrbataillon 325 am 14. Februar sechs PzH 2000 auf Schwerlasttransporter. (Foto: BS/Bundeswehr/Eisner)

Heute gehen die ersten Panzerhaubitzen in Richtung Litauen, denn auch Deutschland wird als Reaktion auf die zunehmenden Spannungen bis zu 350 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten sowie rund 100 Fahrzeuge in die Region entsenden. Den Schwerpunkt bildet die Artillerie des Heeres mit ihren Panzerhaubitzen, bei den weiteren Einheiten handelt es sich um Aufklärungs-, ABC-Abwehr-, Feldjäger- und Sanitätskräfte.

“Das deutsche Kontingent bei Enhanced Forward Presence (EFP) in Litauen wird um bis zu 350 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt”, berichtete das BMVg vergangene Woche. “Verteidigungsministerin Christine Lambrecht informierte darüber den Bundestag und gab die Verstärkung der deutschen Präsenz an der NATO-Ostflanke dann bei ihrem Truppenbesuch in Munster bekannt.”

Als ersten Teil der Verstärkung verlädt das Artillerielehrbataillon 325 am 14. Februar sechs Panzerhaubitzen 2000 in Munster auf Schwerlasttransporter. Diese begeben sich dann auf den Marsch nach Litauen.

Bei Enhanced Forward Presence handelt es sich um eine NATO-Battlegroup, welche die NATO-Ostflanke in Litauen sichert. Die Führung der EFP liegt bereits seit fünf Jahren in den Händen Deutschlands. Aktuell leisten dort 550 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr Dienst. Das BMVg berichtet: “Aufgrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage und auf Bitte der litauischen Regierung wurde nun entschieden, die Verstärkungskräfte bald nach Litauen zu verlegen. Es geht dabei vor allem um Aufklärungs-, Artillerie- und ABC-Abwehrfähigkeiten, die in Deutschland bereitstehen und bei Bedarf für Ausbildung und Übungen nach Litauen gebracht werden. Ursprünglich sollten die Verstärkungskräfte erst im Mai für eine Übung nach Litauen verlegt werden.”

Berichterstattung des Behörden Spiegel zur Ukraine-Krise bisher (die laufend aktuelle Liste gibt es hier):

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