Es geht auch langsam

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Volle Konzentration ist bei der klassischen Lagekarte gefordert, um alle Lagemeldungen an den richtigen Stellen einzutragen. (Foto: BS/ Bundeswehr/Tim Bartelmeh)

Mit einer simulationsgestützten Rahmenübung hat sich das Aufklärungsbataillon 13 aus Gotha auf die Zertifizierung seines Gefechtsstandes vorbereitet. Es übernimmt von 2022 bis 2024 die Führung der ISR (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance)-Kräfte der NATO Eingreiftruppe Response Force (Land).

Ein wichtiges Element der Übung war das Battle Management System von Sitaware, in dem die gemeldeten Aufklärungsergebnisse der Kompanien auf dem Bataillonsgefechtsstand zusammenliefen. Auf dem Gefechtsstand wurden dann alle Informationen zu einem bewerteten Lagebild zusammengefasst. Hierbei zeigten sich die Vorteile von Sitaware, da bei dieser Übung parallel auch noch manuelle Karten geführt wurden, deren Aktualisierung zeit- und personalaufwendig war und hochkonzentriertes Arbeiten erforderte. Die Entscheidungen des Bataillonskommandeurs wurden entweder per Funk oder per Sitaware wieder an die Kompaniechefs verteilt. Auch hier bietet das elektronische System deutliche Geschwindigkeits- und Verständlichkeitsvorteile.

Dennoch meldete die Bundeswehr als Erkenntnis: “Die während dieser Woche gesammelten Erfahrungen und Eindrücke haben ein weiteres Mal gezeigt, wie wichtig es ist, digitale und analoge Lagekarten parallel zu führen.” Es brauche altmodisch anmutende Karten und Folienstifte, um führungsfähig zu bleiben, wenn die elektronischen Systeme ausfallen, so die Aussage der Bundeswehr. Ganz ergebnisoffen wurde dieser Part allerdings nicht durchgeführt, da der Ausfall der elektronischen Führungssysteme Bestandteil der Übung war und somit künstlich herbeigeführt wurde.

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