Neue Version des Lynx

0
1512
Der neue Lynx 120 mit 120mm Glattrohrkanone. (Foto: BS/Rheinmetall)

(BS) Vergangene Woche präsentierte Rheinmetall eine mechanisierte Feuerunterstützungsvariante des Lynx-Schützenpanzers: den Lynx 120. Als Hauptbewaffnung dient dabei eine 120mm Glattrohrkanone von Rheinmetall, welche von der Kanone des Leopard 2 Kampfpanzers abgeleitet wurde. Sie ist in der Lage, die neue programmierbare Mehrzweckmunition DM11 zu verschießen. Die Sekundärbewaffnung besteht aus einem koaxialen Maschinengewehr. Auf einer unabhängigen Waffenstation für den Kommandanten wurde ein zusätzliches Maschinengewehr Kaliber .50 montiert.

Ein 360°-Kamerasystem mit automatischer Zielerkennung und -verfolgung ermöglicht die geschützte Rundumsicht und reduziert die Arbeitsbelastung der Besatzung dank hohem Automatisierungsgrad.

Die Besonderheit des Lynx bleibt dabei erhalten: Der modulare Aufbau, um in einem System möglichst viele Szenare zu adressieren. Anpassbare Schutzmodule ermöglichen eine missionsspezifische Anpassung gegen ballistische Bedrohungen, improvisierte Sprengsätze (IED), explosiv geformte Penetratoren (EFP) und Artilleriebeschuss. Die Modifikationen können in kurzer Zeit und mit nur minimaler Werkzeugausstattung vorgenommen werden. Im Lynx 120 ist zudem das bewährte Rheinmetall Active Defence System (ADS) zur Abwehr von Panzerfäusten und Panzerabwehrlenkflugkörpern integriert.

Das modulare Fahrgestell des Lynx KF 41 und ein skalierbares Großkaliber-Turmkonzept erweitern somit die Fähigkeiten des Schützenpanzers besonders im Bereich der Feuerunterstützung.

Im Lynx hatte Rheinmetall die Erkenntnisse und Technologien des Puma zu einem neuen, modularen und vor allem für den Export gedachten Schützenpanzers eingebracht. Dadurch, dass er ohne deutsche Sonderwünsche entstand, z.B. Lufttransport A400M und dadurch Beschränkung von Gewicht und Maße, konnte ein System  entstehen, das vor allem auf Leistung und Preis optimiert wurde. Ungarn wurde 2021 der Lynx-Erstkunde. Aktuell bewirbt sich der Lynx zudem bei Beschaffungsprogrammen in den USA und Australien.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here