Einsatz von Super-Recognisern wird ausgeweitet

0
644
Super-Recogniser können Gesichter besonders gut wiedererkennen. Sie sollen künftig bei der gesamten hessischen Polizei eingesetzt werden. (Foto: BS/geralt, pixabay.com)

Sogenannte Super-Recogniser werden bei der hessischen Landespolizei künftig flächendeckend zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um Menschen, die ein besonderes Talent dafür haben, sich Gesichter einzuprägen. Seit November 2020 läuft bereits ein Pilotprojekt beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main.

Innenminister Peter Beuth (CDU) erklärte nun: “Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Super-Recognisern stellen sowohl für die tägliche Polizeiarbeit als auch in besonderen Einsatzlagen einen deutlichen Mehrwert für die Polizei dar.” Erste Erfahrungen hätten gezeigt, dass Super-Recogniser in der Lage seien, Gesichter oder Personen in einem direkten Abgleich zu erkennen. “Selbst wenn nur Fragmente des Gesichts als Bildmaterial vorliegen, oder die Personen ihr Aussehen verändert haben, können sie identifiziert werden”, so der CDU-Politiker weiter. Das hilft sowohl bei täglichen Ermittlungen als auch in der Fahndung sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen.

Beim Frankfurter Pilotprojekt konnte seit Mai letzten Jahres in mehr als 400 Fällen Personen wiedererkannt werden. Die ersten Testverfahren der Präsidien im Rahmen der nun vorgesehenen Ausweitung folgen im Herbst dieses Jahres. Interessierte müssen ein mehrstufiges Testverfahren durchlaufen, das Fachleute der englischen Universität Greenwich entwickelt haben. Unter den rund 1.000 Teilnehmenden des Polizeipräsidium Frankfurt am Main konnten letztlich 45 Personen mit Super-Recogniser-Eigenschaften identifiziert werden. Von ihnen sind derzeit zwei hauptamtlich so im Einsatz. Bei Bedarf werden sie von Kollegen unterstützt, die als Super-Recogniser im Nebenamt fungieren.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here