SHLKT: Katastrophenschutz zeitgemäß aufstellen

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Die Mitglieder des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages (SHLKT) zogen Lehren aus der Flutkatastrophe 2021 und der Corona-Pandemie. (Foto: BS/Gerd Altmann, pixabay.com)

Auf der Mitgliederversammlung des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages (SHLKT) sprachen sich die Mitglieder für eine zeitgemäße Aufstellung und Ausstattung des schleswig-holsteinischen Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes aus.

So forderte der Vorsitzende des SHLKT, Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU), dass den unteren Katastrophenschutzbehörden, aber auch dem Katastrophenschutz auf Landesebene genügend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden müsse. Zwar sei man gut durch die Pandemie gekommen, dennoch müsse geschaut werden, was noch verbessert werden könne, so Sager.

Dr. Sönke E. Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des SHLKT, erklärte zudem, dass es ein stärkeres Bekenntnis zu den Grundprinzipien der Dezentralität, des Föderalismus und der Subsidiarität im Katastrophenmanagement geben müsse. Das Zusammenwirken der verschiedenen Ebenen müsse im Sinne eines ganzheitlichen Katastrophenmanagements optimiert werden.

“Deutlich ist geworden, dass Krisenbewältigung vor allem auch gute Kommunikation ist. Hier sind es gerade die Kommunalverwaltungen vor Ort, die den kurzen Draht zur Bevölkerung haben. Diese Rolle muss zukünftig gestärkt werden”, sagte Kreistagsabgeordneter Ingo Degner (SPD), stellvertretender Vorsitzender des SHLKT. Er kritisierte, dass die kommunalen Entscheidungsträger in der Corona-Pandemie allein über Pressekonferenzen informiert wurden. Dies müsse verbessert werden. Die “Alarmkette des Landes” soll nicht nur in Katastrophenfällen genutzt werden, sondern auch “im Kontext der kurzfristigen Veränderung von rechtlichen Rahmenbedingungen”. “Hier sollten wir über eine Optimierung unter Einbindung der Kommunalen Landesverbände sprechen”, so Degner.

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