Kriminalität sinkt auf neues Rekordtief

0
1169
Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) konnte einen neuen Tiefstand an Straftaten in der Mark verkünden. (Foto: BS/Boris Trenkel)

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr so wenige Straftaten registriert worden wie seit Bestehen des Landes nicht. Insgesamt wurden 158.964 Straftaten gezählt. Das entspricht einem Rückgang von 3.977 Straftaten beziehungsweise 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Delikte der Diebstahlskriminalitätbestimmten auch weiterhin vorrangig die Entwicklung der Gesamtkriminalität. Im Jahr 2021 waren 31,8 Prozent (2020: 33,7 Prozent) aller erfassten Straftaten Diebstahlsdelikte. Die Anzahl der Diebstahlsdelikte ist gegenüber dem Vorjahr um 4.290 Fälle beziehungsweise 7,8 Prozent gesunken (2021: 50.572 Fälle; 2020: 54.862 Fälle).

Maßgeblich beeinflusst wurde der Rückgang der Fallzahlen durch die Entwicklungen beim Diebstahl von Fahrrädern von 10.942 auf 10.252 Fälle (minus 690 Fälle beziehungsweise minus 6,3 Prozent), Diebstahl in/aus Dienst-, Büro-, Lagerräumen von 3.207 auf 2.659 Fälle (minus 548 Fälle beziehungsweise minus 17,1 Prozent), Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen von 6.612 auf 5.914 Fälle (minus 698 Fälle beziehungsweise minus 10,6 Prozent), Ladendiebstahl von 8.426 Fällen auf 7.295 Fälle (minus 1.131 Fälle beziehungsweise minus 13,4 Prozent) sowie Wohnungseinbruchdiebstahl von 2.488 Fälle auf 1.869 Fälle (minus 619 Fälle beziehungsweise minus 24,9 Prozent).

Gestiegen ist dagegen die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmungum 144 Fälle beziehungsweise 6,7 Prozent (2021: 2.296 Fälle; 2020: 2.152 Fälle). Ursächlich für die Gesamtentwicklung war die Zunahme von Delikten der Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Schriften (plus 310 Fälle beziehungsweise plus 86,1 Prozent auf 670 Fälle). Die Aufklärungsquote für die Gesamtzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung lag bei 88,9 Prozent (2020: 87,6 Prozent). Der Anteil der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung an der Gesamtkriminalität betrug 1,4 Prozent (2020: 1,3 Prozent).

Nicht überall rückläufig

Innenminister Michael Stübgen (CDU) erklärte dazu: “Weniger Wohnungseinbrüche, Diebstähle und Körperverletzungen prägen die Polizeiliche Kriminalstatistik des vergangenen Jahres und sind gute Nachrichten für die Menschen in unserem Land. Sie leben noch sicherer in Brandenburg. Allerdings gehen die Straftaten nicht in allen Bereichen zurück.”

Und Polizeipräsident Oliver Stepien ergänzte: “Die Kriminalitätsbilanz des vergangenen Jahres hat positive und negative Seiten. Nie in der Geschichte unseres Bundeslandes haben wir weniger Kriminalität registriert als im Jahr 2021. Vor allem die Anzahl der Diebstahlsdelikte ist im Vergleich zum Jahr 2020 noch einmal deutlich zurückgegangen. Besonders erfreulich hierbei ist der Rückgang im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls um fast 25 Prozent.”

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here