Erster Graue-Flecken-Förderbescheid

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Mit der Erhöhung der Aufgreifschwelle, sind nun sämtliche Gebiete mit weniger als 100 Mbit/s im Download förderfähig. (Foto: BS, Alexander Fox | PlaNet Fox, pixabay.com)

“Bis 2025 wollen wir den Ausbau einer flächendeckenden gigabitfähigen Breitbandinfrastruktur auf den Weg gebracht haben”, erklärt Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Digitalisierungsminister von Baden-Württemberg, anlässlich des ersten Grauen-Flecken-Förderbescheids. Rund 1,62 Millionen Euro Breitbandförderung erhält die Gemeinde Ebhausen im Landkreis Calw. Sie gehört zu den Gebieten, die über weniger als 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download verfügen (graue Flecken).

Insgesamt erhielten 20 Zuwendungsempfänger aus zwölf Landkreisen Breitbandförderbescheide in Höhe von insgesamt mehr als 7,7 Millionen Euro, wovon, bis auf Ebhausen, alle zu Gebieten mit weniger als 30 Mbit/s im Download zählen. Die Übergabe fand pandemiebedingt durch den Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnologie, CIO/CDO Stefan Krebs, in einer Videokonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern der geförderten Landkreise und Kommunen statt. Von der Förderung sollen insgesamt 2.236 Teilnehmeranschlüsse entstehen, darunter vier Schulanschlüsse, 219 Anschlüsse für Gewerbebetriebe und 21 Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen.

Die Gesamtinvestitionen der Gemeinde Ebhausen in den Breitbandausbau belaufen sich auf über vier Millionen Euro, welche mit rund 1,62 Millionen Euro Landesförderung, rund zwei Millionen Euro Bundesförderung und Eigenanteilen finanziert werden. Die kommt 627 Privatadressen, zwei Schulen, 62 Gewerbebetriebe und zehn öffentliche Einrichtungen zugute. Bereits in der Vergangenheit hat die Gemeinde an der Breitbandförderung des Landes partizipiert und Förderungen für eigene Projekte von mehr als 2,4 Millionen Euro erhalten. Krebs: “Die Gemeinde Ebhausen hat frühzeitig die Bedeutung erkannt, welche die digitale Infrastruktur neben der klassischen Infrastruktur, wie Schulen, Straßen und Baugebiete, für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsort hat.”

Das Graue-Flecken-Förderprogramm des Bundes ist am 30. September 2021 in Kraft getreten und sieht, wie schon das Weiße-Flecken-Förderprogramm, eine Förderung von bis zu 90 Prozent (50 Prozent Bund, 40 Prozent Land) der förderfähigen Kosten für den Breitbandausbau vor. Mit der Erhöhung der Aufgreifschwelle, sind nun sämtliche Gebiete mit weniger als 100 Mbit/s im Download förderfähig. Strobl: “Mit der Ausweitung unserer Förderung auf die sogenannten grauen Flecken schlagen wir ein neues Kapitel unserer Breitbandförderung auf und investieren als verlässlicher Partner der Kommunen zielgerichtet in eine gigabitfähige Zukunftstechnologie.”

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