Historischer Gipfel in Negev

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Der israelische Außenminister Yair Lapid begrüßt seinen bahrainischen Counterpart Dr. Abdullatif Al Zayani im Vorfeld des Negev- Gipfels. (Foto: Boaz Oppenheim/GPO)

Ein historischer Gipfel fand dieses Wochenende in Israel statt: der Negev-Summit. Zu diesem Gipfel kamen neben Vertretern Israels und der USA auch die Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains, Marokkos und Ägyptens. Zum ersten Mal diskutierten mehrere Länder des Nahen Ostens in Israel. Es ist einer der Höhepunkte israelischer Außenpolitik, nun die Anerkennung ihrer muslimischen Nachbarn durch gemeinsame Treffen und gemeinsame Vorgehensweisen zu untermauern. Bahrain und Marokko unterzeichneten schließlich  erst 2021 ein Friedensabkommen mit Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate haben ein solches seit 2020.

“Der Nahe Osten verändert sich, und zwar zum Besseren.  Wir pflegen alte Bindungen und bauen neue Brücken. Wir verjüngen den alten Frieden und laden ihn mit der neuen Energie des Abraham-Abkommens auf”, sagte der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett nach dem Treffen. “Heute ist ein historischer Tag. Wir sind Gastgeber des Negev-Gipfels hier in Israel, bei dem die Außenminister Ägyptens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Marokkos und Bahrains zusammen mit Israel und den Vereinigten Staaten in Sde Boker, im Süden Israels, zu diesem bedeutsamen Anlass zusammenkommen.”

Auch wenn der Gipfel bis auf eine Verurteilung des iranischen Atomprogramms und des russischen Angriffs auf die Ukraine wenig konkrete Ergebnisse brachte, ist das Zusammenkommen der arabischen mit den israelischen Staatsvertretern ein wichtiges Signal in die Welt, das zudem die palästinensischen Terroristen weiter isoliert. Diese können sich schließlich kaum länger auf muslimische Verbindungen oder Bedürfnisse berufen.

Zudem übernimmt Israel immer mehr Verpflichtungen zum Schutz von Freiheit und Demokratie weltweit, beispielsweise in der Ukraine. So verkündete Bennett: “Was den Krieg in der Ukraine betrifft, so steht Israel fest an der Seite des ukrainischen Volkes und wird seine Bemühungen fortsetzen, das Leid zu lindern und das Blutvergießen zu beenden. Wir haben bereits unsere besten medizinischen Teams entsandt, um das modernste Feldlazarett in der Ukraine, auf der westlichen Seite des Landes, einzurichten. Man hat mir berichtet, dass sie bereits über 500 Patienten versorgt und behandelt haben. In diesem Moment, in diesem Augenblick, riskieren Ärzte und Krankenschwestern ihr Leben, um das Leben der Bedürftigen zu retten. Ich bin stolz auf das, was Israel leistet.”

Was Israel allerdings noch fehlt, ist eine neutrale Behandlung durch die Vereinten Nationen. Wie das Auswärtige Amt in seinem letzten Überblick mitteilte, müsse Israel weiterhin eine “unverhältnismäßig hohe Zahl von Israel-kritischen Resolutionen” durch die Vereinten Nationen erdulden. Vielleicht bringt der Negev-Gipfel auch hier eine Verbesserung.

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