Öffentliche Schulden steigen auf neuen Höchststand

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Die Schulden von Bund, Ländern und Kommunen waren um 6,8 Prozent höher als zum Jahresende 2020. (Foto: LeoderLiebe, pixabay.com)

Zum Jahresende 2021 war der Öffentliche Gesamthaushalt beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende mit 2.319,8 Milliarden Euro verschuldet. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) entspricht dies einer Pro-Kopf-Verschuldung von 27.906 Euro. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute sowie der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.

Gegenüber dem Jahresende 2020 stieg die öffentliche Verschuldung damit um 6,8 Prozent was insbesondere beim Bund, aber auch bei einigen Ländern weiterhin auf Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zurückzuführen sei.

Beim Bund stiegen die Schulden gegenüber 2020 um 10,3 Prozent beziehungsweise 145 Milliarden Euro auf 1.548,5 Milliarden Euro an. Dier Verschuldung der Länder stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer – um 0,3 Prozent – auf 638,1 Milliarden Euro an. Innerhalb der Länder entwickelte sich die Verschuldung seht unterschiedlich. Die höchsten prozentualen Zuwächse gegenüber dem Jahresende 2020 wiesen Sachsen (+24,4 Prozent), Bayern (+11,5 Prozent) und Thüringen (+4,5 Prozent) auf.

Den stärksten prozentualen Schuldenrückgang verzeichnete Bremen (-7,9 Prozent). In Rheinland-Pfalz sank die Verschuldung gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent. Dies sei hauptsächlich durch höhere Steuereinnahmen begründet. In Hessen sank in diesem Zeitraum die Verschuldung um vier Prozent.

Kommunale Schulden sinken

Während die schulden bei Bund und Ländern in der Gesamtbetrachtung stiegen, waren sie bei den Kommunen leicht rückläufig. So reduzierte sich die kommunale Verschuldung im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Prozent auf 133,1 Milliarden Euro. Doch auch hier war die Entwicklung unter den Kommunen höchst unterschiedlich. Den höchsten prozentualen Schuldenanstieg wiesen die Kommunen in Baden-Württemberg mit 9,9 Prozent aus, gefolgt von Schleswig-Holstein (+6,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (+5 Prozent).

Die stärksten prozentualen Rückgänge gab es im Saarland (-9,5 Prozent), in Brandenburg (-7,3 Prozent) und in Thüringen (-6,1 Prozent). Der Schuldenrückgang im Saarland ist laut Destatis im Wesentlichen durch den Saarlandpakt begründet. Das Saarland hatte über den Saarlandpakt rund 591 Millionen Euro an kommunalen Kassenkrediten übernommen.

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