Schwimmende LNG-Terminals

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Der Hamburger Hafen verfügt bereits über ein gut ausgebautes Erdgasnetz und kommt daher grundsätzlich als Standort für schwimmende Flüssiggas-Terminals in Betracht. (Foto: BS/Marco Federmann, pixabay.com)

“Hamburg würde als Hafenstadt gern einen Beitrag leisten, die Unabhängigkeit von russischen Energieimporten voranzutreiben”, erklärt Michael Pollmann, Staatsrat für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, anlässlich der Überlegung schwimmende LNG-Terminals anzumieten.

Die Floating Storage and Regasification Units (FSRU) – schwimmende, mobile Plattformen auf denen Flüssiggas gelagert werden kann – könnten in einer Übergangszeit die Versorgungssicherheit in Deutschland erhalten und Gas aus Russland zu einem guten Teil ersetzen. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) plant derzeit mit drei schwimmenden LNG-Terminals, für die verschiedene Hafenstandorte in Norddeutschland in Betracht kommen.

Da Hamburg über ein gut ausgebautes Erdgasnetz auch im Hafengebiet verfügt, könnten dort die Leitungsbaumaßnahmen vermutlich vergleichsweise gering ausfallen, führt Pollmann aus. Hamburgs Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft prüft aktuell in enger Abstimmung mit den Hamburger Energiewerken, mit Gasnetz Hamburg und der Hamburg Port Authority sowie dem BMWK ob und wie die Hansestadt FSRU eingesetzt werden könnten. Pollmann: “Bislang haben wir in unserem Land keine Möglichkeit, LNG zu importieren. Mit den gecharterten Terminals könnte dies sehr kurzfristig geändert werden.”

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