Forschung mit Röntgenlicht in Kombination mit Nano- und Materialwissenschaften

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Im Zentrum für Röntgen- und Nanoforschung CXNS bei DESY in Hamburg wird Forschung mit Röntgenlicht in Kombination mit Nano- und Materialwissenschaften betrieben. (Foto: BS, Pete Linforth, pixabay.com)

“Hier wird einmal mehr Spitzenforschung am Wissenschaftsstandort Hamburg betrieben”, freut sich Hamburgs Wissenschaftssenatorin, Katharina Fegebank, anlässlich der Eröffnung des Zentrums für Röntgen- und Nanoforschung CXNS in der Science City Hamburg Bahrenfeld. Damit befindet sich der Forschungsneubau in direkter Nachbarschaft zur hochbrillanten Röntgenquelle PETRA III, dem Center for Free-Electron Laser Science (CFEL), oder dem Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) Innovation Village.

Der länderübergreifende Forschungsneubau CXNS (Centre for X-ray and Nano Science) beherbergt auf einer Grundfläche von über 5.000 Quadratmetern das DESY NanoLab, das “German Engineering Materials Science Centre” des Helmholtz-Zentrums Hereon, Teile des “Ruprecht-Haensel-Labors” der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie eine Kooperation von DESY mit der TU Hamburg im Rahmen des interdisziplinären “Center for Integrated Multiscale Materials Systems” und eine Außenstelle des Leibniz-Instituts für Kristallzüchtung. Mit den so gebündelten Kompetenzen werde das CXNS eine einzigartige Plattform für die Entwicklung und Untersuchung neuer Werkstoffe, neuer Sensortechnologien und Katalysatormaterialien für chemische Prozesse, meint Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums.

Die interdisziplinäre, multi-institutionelle Plattform für die Forschung mit Röntgenlicht in Kombination mit Nano- und Materialwissenschaften bietet auf mehr als 700 Quadratmeter Laborflächen Platz für rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit sei “ein Forschungszentrum entstanden, das Seinesgleichen sucht”, erklärt Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Die dort getätigte Grundlagenforschung, ergänzt sie, “schafft Wissen, das in unsere Innovationspipeline fließt, die wir so dringend brauchen, um den großen Herausforderungen wie Pandemien oder dem Klimawandel entgegentreten zu können.” Schon jetzt gebe es faszinierende Ansätze, beispielsweise im Bereich der Wasserstoffspeicherung, die echte Gamechanger in der Energiewende sein könnten, meint Fegebank. Und Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, erklärt: “Mit den hoch entwickelten Messverfahren auf dem DESY-Campus bestehen beste Voraussetzungen, um Durchbrüche für neue Materialien zu schaffen.”

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