vfdb fordert mehr Geld für den Zivilschutz

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Etwas, das es in Deutschland kaum noch gibt: eine Warnsirene. Die vfdb fordert unter anderem, dass das Innenministerium ein bundeseinheitliches Sirenen-Warnsystem aufbaut. (Foto: BS/Erik (HASH) Hersman/ CC BY 2.0, www.flickr.com)

Bisher entspricht der Zivilschutzetat des Bundes etwa 0,3 Prozent des Wehretats. Die Finanzmittel sollten deutlich erhöht werden, forderte die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) in einem Brief an die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

“Selbst eine Verdoppelung der Haushaltsansätze für den Zivilschutz würde den Bundeshaushalt insgesamt nur geringfügig belasten”, erklären der vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner und vfdb-Vizepräsidentin Anja Hofmann-Böllinghaus. Und man bekomme etwas für sein Geld.

So müsse ein bundeseinheitliches Sirenen-Warnsystem aufgebaut werden. “Erst nach Komplettierung dieser verfügbaren und ausgereiften Technik könnte der Bund die Warnung der Bevölkerung als wichtigen Teil seiner Verantwortung für den Zivilschutz verlässlich wahrnehmen”, betonte die vfdb. Nicht nur eine starke Armee sei für den Schutz des Landes notwendig, sondern auch eine leistungsfähige zivile Verteidigung.

Beim bundesweiten Warntag im Jahr 2020 gab es schon viel Kritik am zivilen Frühwarnsystem. In Großstädten wie Berlin und München blieben die Sirenen still. Es gab schlichtweg keine. Die Warnungen über Apps kamen eine halbe Stunde zu spät. Im letzten Jahr wurde der Warntag gleich ganz abgesagt.

Die vfdb mahnte an, dass der Bevölkerungsschutz nicht nur mehr Geld brauche. Sowohl die technische Umsetzung von Maßnahmen als auch die Ausbildung der Zivilschützerinnen und -schützer seien zu planen. Die vfdb bietet jetzt der Innenministerin ihre Unterstützung bei der Entwicklung von Konzepten für den Zivilschutz an.

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