Pilotprojekt zur Entlastung des Rettungsdienstes gestartet

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte das Pilotprojekt der Rettungseinsatzfahrzeuge (REF) in Regensburg vor. (Foto: BS/StMI, Matthias Merz)

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg führt im Auftrag des bayerischen Innenministeriums ein Pilotprojekt mit zwei Rettungseinsatzfahrzeugen (REF) als neues Einsatzmittel durch. Ziel des Projekts ist eine Entlastung der Notärzte und eine Verringerung der Alarmierungen von Rettungswagen.

Konkret sollen in diesem Projekt die REF bei kleineren und weniger schwerwiegenden Notfällen alarmiert werden. So erhoffen sich die Verantwortlichen ein Freiwerden von Kapazitäten von Rettungswagen und Notärzten, die sonst durch diese Einsätze gebunden wären. Bisher wurden über die Integrierte Leitstelle (ILS) für jeden Notfall ein Rettungswagen entsendet.

“Künftig ermittelt die ILS in Regensburg nun anhand bestimmter Einsatzindikationen, ob es sich um nur leichte Fälle handelt. In diesen Fällen ist das REF das geeignete Einsatzmittel, mit dem vor Ort geholfen werden kann”, erklärte Joachim Herrmann (CSU), Innenminister Bayerns, bei der Vorstellung des Projekts. “Oftmals binden leichte Fälle, wie beispielsweise Unfälle mit nur leichten Blessuren oder unspezifische Beschwerden ohne vitale Bedrohung, den Rettungswagen und Notarzt und damit wichtige Kapazitäten.” Die REF werden je mit einem “erfahrenen und qualifizierten Notfallsanitäter” besetzt.

Die REF kommen im Rahmen des Pilotprojekts im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbandes Regensburg zum Einsatz. Die Kosten für die zwei vollausgestatteten Fahrzeuge in Höhe von 122.000 Euro übernehmen die Sozialversicherungsträger. Das Projekt läuft voraussichtlich bis Dezember 2024. Sollte sich das Konzept bewähren, werde eine bayernweite Einführung geprüft, so Herrmann.

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