Kommunaler Finanzierungsüberschuss in Hessen erneut gestiegen

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Frankfurt am Main gehörte mit einem Defizit von knapp 30 Millionen Euro zu den Schlusslichtern unter den hessischen Kommunen. (Foto: HeVoli, pixabay.com)

Im Jahr 2021 haben die Kernhaushalte der hessischen Kommunen einen Finanzierungsüberschuss in Höhe von 412,3 Millionen Euro erzielt. Gegenüber 2020 entspricht das dem Hessischen Statistischen Landesamt zufolge rund 117 Millionen Euro mehr. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 waren es 170,3 Millionen Euro mehr.

Während der Finanzierungsüberschuss 2020 maßgeblich durch Hilfen aus dem Bundes- und Landeshaushalt zur Gewerbesteuerkompensation zustande gekommen sei, sei er 2021 vor allem auf die hohen Gewerbesteuereinzahlungen zurückzuführen. Hier verzeichnete das Statistische Landesamt ein Plus von 1,8 Milliarden Euro gegenüber 2020. Den höchsten Überschuss erzielte Marburg mit einem Plus von rund 361 Millionen Euro. Das größte Defizit meldete Darmstadt mit einem Minus von 95 Millionen Euro.

62 Prozent der Kommunen mit Überschuss

62,2 Prozent der Kommunen in Hessen wiesen im Jahr 2021 einen Finanzierungsüberschuss auf. Das waren etwa gleich viele Gemeinden und Gemeindeverbände wie im Vorjahr (plus 0,3 Prozentpunkte). Der durchschnittliche Finanzierungsüberschuss stieg von 348.000 Euro pro Kommune im Jahr 2020 auf rund 441.000 Euro im Jahr 2021 an.

Die höchsten Überschüsse wiesen neben Marburg die Städte Neu-Isenburg (85,1 Millionen Euro), Kassel (73,8 Millionen Euro), Offenbach am Main (50,3 Millionen Euro) und Eschborn (50,2 Millionen Euro) auf. Die Schlusslichter mit den größten Finanzierungsdefiziten bildeten Darmstadt (95 Millionen Euro), Wiesbaden (52,2 Millionen Euro), die Kreisverwaltungen des Lahn-Dill-Kreises (30,3 Millionen Euro) und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg (29,3 Millionen Euro) sowie Frankfurt am Main (29,3 Millionen Euro).

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