117 Verfahren gegen Organisierte Kriminalität

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Salzsäcke mit Kokain in einem Frachtcontainer. Fast 22 Tonnen Kokain stellte der Zoll im letzten Jahr sicher. (Foto: BS/Zoll)

Der Zoll hat seine Jahresbilanz veröffentlicht. Fast die Hälfte der deutschen Steuereinnahmen im letzten Jahr hat der Zoll eingenommen: insgesamt 45 Prozent. Außerdem legten die Ermittlerinnen und Ermittler im Jahr 2021 einen besonderen Schwerpunkt auf die Bekämpfung Organisierter Kriminalität (OK). Zwei Bereiche nahmen sie gezielt unter die Lupe.

Einmal war das die Rauschgiftkriminalität. Rund 22 Tonnen Kokain zogen die Beamtinnen und Beamten aus dem Verkehr. Das ist ungefähr so viel wie in den beiden Vorjahren zusammen. Hinzu kamen etwa 16 Tonnen anderer Drogen, vor allem Marihuana und Amphetamine. Diese großen Mengen kamen vor allem bei Einzelaufgriffen im Hamburger Hafen zusammen. 

Der zweite Schwerpunkt der Zollarbeit im letzten Jahr lag auf der Bekämpfung von Schwarzarbeit. Über 48.000 Arbeitgeber überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) und leitete mehr als 120.000 Strafverfahren ein. Zudem ermittelte der Zoll Steuer- und Sozialversicherungsschäden im Wert von fast 790 Millionen Euro. Die Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten zudem fast 67 Millionen Euro an illegal erworbenem Vermögen.

Daneben bekämpfte der Zoll auch Marken- und Produktpiraterie. Gefälschte Waren im Wert von 315 Millionen Euro wurden abgefangen. Rund zwei Drittel davon kamen aus China oder Hongkong. Es handelte sich vor allem um Bekleidung, Schuhe und persönliches Zubehör wie Handtaschen, Sonnenbrillen oder Schmuck. 

Schließlich fanden die Zöllner auch 88.000 Exemplare geschützter Tier- und Pflanzenarten beziehungsweise daraus hergestellter Produkte. Häufig werden die lebenden Tiere für den Transport in enge Behältnisse eingesperrt. Dabei kalkulieren die Schmuggler den Tod der Tiere mit ein.

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