Neue Katastrophenschutzeinheit vorgestellt

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Julian Müller (links), Regionalvorstand im JUH-Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen, und Udo Schröder-Hörster, Johanniter-Landesvorstand (Mitte), stellten Herbert Reul (CDU), Innenminister Nordrhein-Westfalens, die Einheit und die Spezialfahrzeuge vor. Foto: BS/JUH Landesverband NRW

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat seine neu konzeptionierte “Universelle Katastrophenschutz-Einheit (UNIKE)” in Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Die UNIKE ist eine landesweit einsetzbare, dezentrale Einheit mit modularem Aufbau, die bestehende Strukturen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz bei Extremwetterereignissen unterstützt.

Die Einheit kann auf vier Module zurückgreifen, um in Katastrophenlagen passgenau reagieren zu können. UNIKE verfügt über die Fähigkeit, autark zu arbeiten und sich selbstständig zu versorgen. Die vier Module umfassen:

  • ein Führungsmodul, das die Koordinierung der einzelnen Module des UNIKE-Gesamtverbandes gewährleistet
  • ein Modul zur Lageerkundung und Lotsendienste, das geländegängige Kleinfahrzeuge und Lufterkennung/Drohnen bereitstellt
  • ein Modul für Sanitäts- und Rettungsdienst, das die Rettung von Verletzten aus schwierigem Gelände bewerkstelligt und über einen Behandlungsplatz für 25 Verletzte verfügt
  • ein Modul für die Logistik und Eigenversorgung, das die autarke Versorgung gewährleistet.

Neben der Vorstellung der neu konzipierten Einheit präsentierte die JUH zwei Spezialfahrzeuge der UNIKE, die für den Einsatz in schwer zugänglichen Geländen entwickelt wurden. Ein Rettungswagen-Unimog und ein Drohnen-Fahrzeug sollen die Fähigkeiten der Johanniter bei beispielsweise Überschwemmungen oder Schneechaos erweitern. Zu der Entwicklung der Fahrzeuge sagte Udo Schröder-Hörster, Mitglied des Landesvorstands der JUH in NRW: “Wir haben die Einsätze während der Hochwasser-Katastrophe analysiert und die Ergebnisse in die UNIKE-Neukonzeption eingebaut: Durch ihre vier Module ist die UNIKE flexibler einsetzbar. Dank ihrer Eigenständigkeit in der Versorgung kann sie auch dort eingesetzt werden, wo die Infrastruktur zerstört ist. Die UNIKE ist überall in NRW und auf Anforderung über die Landesgrenzen hinaus alarmier- und einsetzbar.”
Für die Zukunft planen die Johanniter in NRW die Standorte von geländegängigen Rettungs- und Krankenwagen auszubauen, die Drohnenteams weiterzuentwickeln sowie eine Notunterkunft für 500 Personen aufzubauen.

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