Konkretisierung der Infrastruktur

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Das Industrieteam um Boeing für den Schweren Transporthubschrauber. (Bild: BS/Boeing)

Das Industrieteam für das Angebot der CH-47F Chinook an Deutschland traf sich vor wenigen Tagen erneut, um die Nutzung bzw. den Aufbau der Trainings-, Wartungs- und Instandhaltungsinfrastruktur zu besprechen, sollte die Bundeswehr sich für die Chinook als neuen Schweren Transporthubschrauber (STH) entscheiden. Mit Airbus als neuestes Mitglied des Chinook Deutschland Teams, hat sich Boeing verpflichtet, der Bundeswehr ein ganzheitliches lokales Wartungs- und Instandhaltungssystem zur Verfügung zu stellen, welches den reibungslosen und verlässlichen Betrieb der Flotte aus Deutschland heraus gewährleisten wird.

Schließlich zeigten die vergangenen Hubschrauberprojekte, dass die Einsatzbereitschaft des Hubschraubers und seiner wichtigen Systeme zu jeder Zeit und an jedem Ort essenziell sind. Um sie zu gewährleisten, ist allerdings ein umfassendes Systemverständnis notwendig. “Wir haben uns als Team dazu verpflichtet, unseren deutschen Partnern und der Bundeswehr ein ganzheitliches technisches Verständnis des H-47 Chinooks zu vermitteln”, verkündete Boeing im Anschluss an das Treffen. “Somit stellen wir der Bundeswehr nicht nur ein lokales Wartungs- und Instandhaltungssystem zur Verfügung, welches den reibungslosen und verlässlichen Betrieb der Flotte aus Deutschland heraus gewährleistet. Wir unterstützen auch die deutsche Industrie dabei, ihr Know-how im Betrieb von schweren Transporthubschraubern zu erweitern.”

Ein Pluspunkt des Angebots von Boeing sind die vorhandenen Chinook-Nutzerstaaten, wodurch sich Möglichkeiten für gemeinsame Wartung, Logistik, Training und Ausbildung mit Partnernationen in Europa ergeben. Schließlich wird die Chinook bereits von sechs anderen europäischen Staaten geflogen und es sind Chinook der U.S. Army in Deutschland stationiert.

Ein Sprecher von Boeing wies zudem darauf hin: “Aus gegebenem Anlass möchten wir gerne nochmal darauf aufmerksam machen, dass die CH-47F Chinook – Block I oder Block II – im Zuge des laufenden FMS-Verfahrens mit Luftbetankungsfähigkeit direkt von der Produktionslinie angeboten wird. Das Kit für die Luftbetankung kann mühelos und ohne Entwicklungsaufwand in Block I oder Block II integriert werden und ist, anders als in einigen kürzlich erschienenen Medienberichten dargestellt, kein Entwicklungsprogramm. In den letzten Jahren hat der Chinook mehr als 10.000 solcher Missionen durchgeführt.”

Einzelheiten zum Boeing-Angebot für den Schweren Transporthubschrauber gibt es zudem im Podcast “Voices in Defence”, der hier abgerufen werden kann.

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