Mehr Vorhaltung und Resilienz schaffen

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Thomas Roosen, Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW), will mehr Vorhaltung und Resilienz. (Foto: BS/Feldmann)

Das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte auch Auswirkungen auf den BOS-Digitalfunk und andere polizeiliche Infrastruktur. So gab es in Nordrhein-Westfalen während der Ahrflut 29 Störungen von Basisstationen. Zwei fielen komplett aus. Das berichtete Thomas Roosen.

Der Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZPD NRW) erläuterte, wie seine Behörde die Lage zu bewältigen versuchte. Dabei sei unter anderem mit mobilen Netzersatzanlagen und Basisstationen gearbeitet worden. Letztere seien teilweise auch von anderen Bundesländern sowie dem Bund bereitgestellt worden. Beides müsse aber in ausreichender Zahl vorgehalten werden und resilienter ausgestaltet werden. Zudem müsse künftig die Zahl der mobilen Basisstationen erhöht werden. Außerdem komme es darauf an, einzelne stationäre Basisstationen, die geografisch ungünstig lägen, zu verlegen.

Darüber hinaus würden im Innovationslabor seiner Behörde technische Überlegungen für mehr Netzunabhängigkeit angestellt. Entwickelt worden seien sogenannte Cubes, um die Funkversorgung zu verbessern. Die Geräte könnten auch als Knotenpunkt verwendet werden und erlaubten Einsatzkräfte einen Internetzugang vor Ort. Erste Tests der Geräte im Ahrtal sind laut Roosen im Herbst geplant.

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