Park am Gleisdreieck “erwirtschaftet” rund 4,2 Millionen Euro pro Jahr

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Die rund 37,5 ha Parkfläche zeichnen sich laut Befragung durch Umweltbildung, verstärkt gepflegte Bereiche einerseits und naturnahe Bereiche andererseits, Toiletten sowie Sport- und Spielmöglichkeiten aus. (Foto: BS, Michael Kauer, pixabay.com)

Was leisten Grünflächen und lässt sich deren Wert greifbarer machen? Diese Frage stellte sich das Projekt “GartenLeistung” des gemeinnützigen Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH und kam zu dem Ergebnis: “Parks übernehmen in Städten vielseitige Aufgaben, deren Wert sich umweltökonomisch berechnen lässt.” Der Berliner Park am Gleisdreieck mit dem angrenzenden Dora-Duncker-Park kommt so auf einen umweltökonomischen Wert von rund 4,2 Millionen Euro pro Jahr.

Die 2.300.000 l Starkregen, die der Park pro Jahr aufnimmt, dienen der Entlastung der Kanalisation und dem Hochwasserschutz im Wert von rund 90.000 Euro pro Jahr. Bei der Vermeidung von Klimawandel-Folgekosten “erwirtschaftet” die Fläche durch die Reduktion von 140.000 kg Treibhausgasen rund 26.000 Euro pro Jahr. Und rund 20.000 Euro pro Jahr entspricht die Vermeidung von Gesundheitsfolgen, indem etwa 2.000 kg Schadstoffen aus der Luft gefiltert werden. Hinzu kommt der Wert als Erholungsraum und sozialer Treffpunkt. Eine repräsentative Befragung der Anwohnenden mit der Methodik des Choice-Experiments ergab eine Wertschätzung von rund 4.100.000 Euro für den Park am Gleisdreieck und den unmittelbar angrenzende Dora-Duncker-Park in Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg.

Mehr Infos zu den Methoden und Ergebnissen des Projektes “GartenLeistung” gibt es hier.

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